Bistum Basel

Artikel im Warenkorb hinzugefügt

Warenkorb anzeigen

Vier Neupriester für unser Bistum

Nächsten Sonntag, 10. Juni 2018, wird Diözesanbischof Felix Gmür drei Diakone in der Solothurner Kathedrale zu Priestern weihen. Ein vierter Diakon hat an der Jesuitenuniversität Gregoriana in Rom studiert. Bischof Felix wird ihn am 10. Oktober 2018 in der Kirche San Ignazio in Rom für den Dienst im Bistum Basel weihen.

Im Bistum Basel sind in den vergangenen Jahren jährlich jeweils ein bis zwei Priester geweiht worden. 2018 stehen vier Kandidaten für den seelsorgerlichen Dienst im Bistum Basel an. Neu ist, dass drei von ihnen bereits als Laientheologen in der Kirche von Basel gewirkt haben und nun den Schritt zum priesterlichen Dienst wagen.

In der Solothurner Kathedrale St. Urs und Viktor werden drei von ihnen am 10. Juni 2018 versprechen, ihr Leben nach dem Leitbild Jesu Christi zu gestalten, ehelos und bescheiden zu leben - in Verfügbarkeit für die Gemeinde, insbesondere die Armen und Benachteiligten. Sie werden zur Verkündigung des Wortes Gottes und zur Feier der Sakramente ermächtigt, in das Presbyterium aufgenommen und zur Solidarität mit dem Bischof verpflichtet.

Erfahrene Weihekandidaten
Somit bestätigt sich die Tendenz, dass Priester nicht gleich nach Studienabschluss mit 25 Jahren geweiht werden, sondern nach jahrelanger beruflicher Erfahrung, persönlicher Festigung und Akzeptanz durch die Gemeinde. Alle vier Kandidaten haben das Theologiestudium und eine spirituelle Ausbildung im Hinblick auf den priesterlichen Dienst absolviert, sei es mit Exerzitien, Stundengebet, geistlicher Begleitung und spezifischen Vorbereitungsmodulen auf die sakramentlichen Feiern. Sie haben ihre berufsspezifischen Kompetenzen als Diakone in verschiedenen Pfarreien erprobt und dabei das kirchliche Leben vor Ort kennengelernt. Einer der Diakone bringt eine naturwissenschaftliche Promotion und universitäre Forschungserfahrung mit, alle sind in Katechese und Gottesdienstgestaltung ausgebildet und in ihren jeweiligen Pfarreien akzeptiert.

Internationale Vorbereitung
Weil das ehemalige grosse Seminar geschlossen wurde und den Priesterkandidaten in Luzern nur ein kleines Haus zur Verfügung steht, bereiten sich im Bistum Basel seit längerem 15 Seminaristen an verschiedenen Orten auf den priesterlichen Dienst vor. Einige studieren an der Universität Fribourg und wohnen im Priesterseminar in Givisiez, darunter zwei deutsch- und zwei französischsprachige Studenten aus dem Bistum Basel. Wenige studieren an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern, einer in Freiburg i. Br. Weitere bereiten sich als Ordensleute auf den priesterlichen Dienst im Bistum vor. Wieder andere sind in Ausbildung für Katechese, Predigt und Jugendarbeit.

Breite Berufseinführung
Am 27. Mai 2018 hat Weihbischof Denis Theurillat ebenfalls in der Solothurner Kathedrale zwei Frauen und zwei Männern die Institutio als vollamtliche Laientheolog/-innen bzw. Pastoralassistent/-innen für den ständigen Dienst im Bistum Basel verliehen. Alle Kandidat/-innen haben den Nachdiplomstudiengang oder die sogenannte berufsbegleitende «Berufseinführung» absolviert. Diese findet zu 80% in den Pfarreien statt und zu 20% in blockweisen pastoralen und spirituellen Ausbildungsmodulen. Für die Berufseinführung 2018-20 haben sich 11 Personen angemeldet. Der Seelsorgendenmangel lässt sich somit etwas relativieren. Natürlich könnte man noch mehr Seelsorgende brauchen, doch ist auch zu bedenken, dass die Zahl der aktiven Gläubigen und der gottesdienstlichen Feiern (Eucharistie, Taufe, Trauung, Busse) massiv zurückgegangen ist.

Erfreuliche Situation
Betrachtet man die Nachwuchssituation des Bistums Basel, sind über hundert eingeschriebene Studierende in Theologie, Religionswissenschaften und Religionspädagogik an diversen Studienorten auszumachen. Einige sind noch auf der Suche nach dem geeigneten Studium und dem stimmigen Ort in der Berufspraxis. Zweifellos werden einige auch ihr Berufsfeld wechseln. Doch die aktuelle Nachwuchssituation gibt Anlass zur Freude. Der kirchliche Dienst erfolgt stets in «zerbrechlichen Gefässen» und steht nicht im Zeichen von weltlichem Ansehen und Erfolg. Er gibt tieferen Sinn und erfüllt mit Zufriedenheit, weil er den Menschen und ihrem Heil dient. Deshalb empfehle ich die vier Weihekandidaten und die Studierenden in Theologie und Religionspädagogik allesamt dem Wohlwollen und dem Gebet der Gläubigen.

Dr. Stephan Leimgruber

Diese Webseite benutzt Cookies für Statistiken, zur Seitenoptimierung und für zielgerichtetes Marketing. Mit der weiteren Benutzung dieser Seite akzeptieren Sie den Einsatz von Cookies zu diesen Zwecken. Lesen Sie hier mehr.