Bistum Basel

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Weihbischof Denis weiht vier Diakone

Am 24. September 2017 versammelte sich eine zahlreiche Schar fröhlicher Menschen, die zur Diakonenweihe von vier Kandidaten gekommen waren. Schon zu Beginn des Gottesdiensts wurde einem die grosse Dimension dieser Feier bewusst: Ein fast nicht enden wollender Zug von konzelebrierenden Priestern, Diakonen und Pastoralassistent/-innen durfte, von festlichen Orgelklängen eingehüllt, in die volle Basler Kirche St. Anton einziehen.

Das herrliche, farbige Licht, das durch die bunten Glasfenster strahlte, unterstrichen die Freude dieses Tages: Philipp Ottiger von Hochdorf und Ruswil, in der Pfarrei St. Michael, Zug, David Pfammatter von Eischoll, in den Pfarreien Aadorf und Tänikon, Beat Reichlin von Steinerberg in der Pfarrei St. Anton, Basel, und Boris Schlüssel von Horw und Altishofen in der Pfarrei Bruder Klaus, Bern, durften aus der Hand von Weihbischof Denis Theurillat die Diakonenweihe empfangen.

Bei der kurzen Vorstellung der Kandidaten durfte ich als neuer Regens auf die Erfahrung und die Begleitung meines Vorgängers Thomas Ruckstuhl und des Ausbildungsteams zählen, die die Kandidaten begleiteten und seit Jahren kennen. So folgte auf die Bitte an die Anwesenden, ihr Einverständnis zur Weihe der vorgeschlagenen Kandidaten zu bekunden, ihr Aufstehen und ein kräftiger Applaus.

Die Liturgie war minutiös vorbereitet, was sich wohltuend in der Ruhe und Schönheit dieser Feier äusserte. Weihbischof Denis Theurillat hielt eine engagierte Predigt. Er bezog sich zu Beginn seiner Ansprache auf einen Zeitungsartikel, in dem ein Kellner und eine Kellnerin über ihre Berufung zum Kellnerdienst sprachen: „Offensichtlich ist das Wort Berufung nicht obsolet, sondern in der Umgangssprache gängig“ – und von daher bestens geeignet, das „Mehr“ am Beruf des Diakons zu bezeichnen. Eindringlich rief er die künftigen Diakone auf, nicht zuhause zu bleiben, sondern aktiv zu den Menschen zu gehen, die oft sehnsüchtig auf sie warteten.

Die Weihe selber wurde mit einem Lied zum Heiligen Geist und einer ausgewählten,  gesungenen Allerheiligenlitanei eröffnet. Im feierlichen Weihegebet und der Handauflegung, sowie dem anschliessenden Versprechen vollzog sich trotz der vielen Anwesenden das heilige Geschehen gleichzeitig in einer spürbaren Intimität.

Die Feier der Eucharistie mit den vier neuen Diakonen um den Altar und die  Kommunionverteilung durch sie wiesen schon auf einen der Aspekte ihres kommenden Dienstes hin: Neben dem Dienst an Armen und Kranken auch den Dienst an Wort und Tisch des Herrn zu versehen. Nach einem Dankeswort von Neudiakon Beat Reichlin im Namen der vier Neugeweihten, einem frankophonen Gruss von Weihbischof Denis und dem Schlusssegen wartete ein feiner, reicher Apéro auf die grosse Schar von Mitfeiernden.

Hier sei allen ein Dankeswort gesprochen, die zum Gelingen dieser eindrücklichen Feier beigetragen haben, vor allem der Pfarrei St. Anton für das Bereitstellen von Kirche und Pfarreiräumlichkeiten sowie die Organisation des Apéros, allen Mitfeiernden und schliesslich Gott – der uns einen so schönen Tag geschenkt hat.

Agnell Rickenmann, Regens Seminar St. Beat, Luzern