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1600 Jugendliche feiern in der Ranft

Flüeli-Ranft, 23.12.18 (kath.ch) Jungwacht Blauring Schweiz blickt auf ein erfolgreiches Ranfttreffen 2018 zurück. 1’600 Kinder und Jugendliche nahmen am Anlass in der Ranftschlucht teil. Kath.ch hat bei den Teilnehmenden einige Stimmen eingesammelt.

Jonas Bachmann ist mit Angehörigen der Fokolar Bewegung angereist. Die Gruppe nahm zum ersten Mal am Ranfttreffen teil und zeigte sich gespannt, wie Spiritualität in der Jubla gelebt werden wird. Der Gruppenleiter lobte gegenüber kath.ch die Dynamik des Anlasses.

«Wir wurden am Anfang mit einer Gruppe aus dem Aargau zusammengeführt und schnell kamen wir ins Gespräch. Auch die vielen, sorgfältig platzierten Lichter haben die Atmosphäre unterstützt. Die Möglichkeiten zur persönlichen Meditation gaben dem Treffen zudem eine weiter wichtige Seite», erklärte Bachmann.

«Highlights des Jahres»

Einen Firmkurs aus Horgen begleitete Gino Reho. Er nahm zum wiederholten Mal am Treffen teil. Mit Jugendlichen zwischen 15 und 22 Jahren war er «am Start dieses Highlights des Jahres».

«Nach einem warmen Spaziergang empfing uns eine vielseitige und amüsante Dossenhalle» im Sportzentrum Kerns OW. Die Teilnehmer hätten sich auf den Aufstieg nach Flüeli und dem anschliessenden Abstieg in die Ranftschlucht gefreut, «um ein Teil des Friedenslichter-Meers zu sein».

Als Helfer wirkte Kilian von Rotz am Ranfttreffen. Er war Hausverantwortlicher in der Jugendunterkunft und leitete dort zusammen mit der Jubla-Fachgruppe Philippinen ein Atelier. Unter anderem wurde Karaoke angeboten.

«Es war wunderbar zusehen, wie die Teilnehmer und Teilnehmer anfingen zu singen, als ob niemand zuhört», schreibt er in seiner Kurzbotschaft für kath.ch und fügt hinzu: Es falle auch immer wieder auf, dass Gruppen, die einen Hintergrund als Jubla-Schar oder etwas ähnlichem hätten, eine viel grössere Sozialkompetenz erlernten als andere Teilnehmende.

Anreisezeit lohnt sich absolut

Daniela Dürr reiste mit einer Gruppe von Jubla-Mitgliedern an, die an verschiedenen Ausbildungskursen teilnehmen und ihre «Jubla-Bekannten» aus verschiedenen Kantonen mitnahmen. Sie fasst ihre Eindrücke vom Treffen für kath.ch mit den folgenden Worten zusammen:

«Für die Feier in der Schlucht und die vielen tollen Ateliers lohnten sich meine vier Stunden Anreisezeit. Auch als Gruppenerlebnis ist das Ranfttreffen einzigartig – selbst wenn ich dieses Jahr nicht alle Gruppenmitglieder vorher gekannt habe. Die Erlebnisnacht verlief einmal mehr reibungslos.» Und sie dankt ausdrücklich allen Freiwilligen, «die dafür viel Zeit und Herzblut investiert haben»

Hohe Teilnehmerzahl

Mit 1’600 Teilnehmenden waren dieses Jahr so viele Kinder und Jugendliche wie seit 15 Jahren nicht mehr am traditionellen Ranfttreffen, teilt die Jubla mit. Diese Begegnung wird jeweils am Wochenende vor Weihnachten in Flüeli-Ranft vom Kinder- und Jugendverband Jungwacht Blauring Schweiz organisiert.

In mitten von Spiel, Gespräch und Bewegung setzten sich die Teilnehmende mit den Themen Nächstenliebe, Nachhaltigkeit und Zivilcourage sowie ihrem Verhältnis zu Spiritualität und Kirche auseinander, wie die Organisatoren mitteilen

Als Höhepunkt feierten sie um drei Uhr früh am Sonntagmorgen in der Ranftschlucht ein Weihnachtsfest der ganz speziellen Art. Angeleitet durch die Worte von Bischof Felix Gmür reichten sie sich das Friedenslicht weiter.

300 Teilnehmer am «Familienweg»

Das Ranfttreffen startete am Samstagnachmittag mit dem «Familienweg». Sechs- bis zehnjährige Kinder lernten auf einem Postenlauf zusammen mit ihren Eltern Emma und ihren Freund Lukas kennen. Angeleitet durch diese Geschichte bauten die Kinder eine Laterne, die sie farbig dekorierten und gestalteten.

Um 19 Uhr versammelten sich die rund 300 Teilnehmenden in der Ranftschlucht zu einem Wortgottesdienst. Das Licht in den Laternen wurden zum Leuchten gebracht und die Hoffnung auf Frieden wurde durch das Gemeinschaftserlebnis gestärkt.

Zu Fuss hinauf nach Flüeli

Am frühen Abend brachen auch die Jugendgruppen mit älteren Kindern und jungen Erwachsenen ab Sarnen OW und Sachseln OW in die Winternacht auf. Unterwegs wurde über sie bestimmt, schreibt die Jubla. Ein Würfelspiel entschied, welche Elemente des Ranfttreffens sie wann, wo und wie erleben sollten. Zeitgleich wurden die Jugendlichen aber auch mit Momenten konfrontiert, die ihnen vor Augen führten, dass ihr Handeln eine Wirkung erzeugt, heisst es in der Mitteilung der Jubla.

Eingebettet in Diskussion und Spiel – etwa einer abgeänderten Form des Spiels «Werwölfle» – waren sie herausgefordert, zu entscheiden und zu erkennen, dass «sie und ihr Handeln einen Unterschied machen», heisst es im Schreiben der Organisatoren.

Morgens um drei Uhr versammelten sich die rund 1’300 Teilnehmenden in der Ranftschlucht. Im Wortgottesdienst gingen sie gemeinsam mit dem künftigen Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, Felix Gmür, jenen Talenten auf die Spur, die im einzelnen Menschen stecken. Durch das Teilen des Friedenslichts wurde die Hoffnung nach Frieden in den Alltag mitgenommen.

Mehr Dialog, mehr Handeln

Im Verlauf des Ranfttreffens fand bei den Jugendlichen auch eine Auseinandersetzung mit ihrem Verhältnis zu Spiritualität und Kirche statt. In der Gesprächsrunde «Ich und die Kirche» mit Bischof Felix Gmür äusserten sich die Teilnehmenden dazu, was sie von der Kirche erwarten. «Es ist wichtig, dass die Kirche beginnt, unsere Sprache zu sprechen und uns miteinzubeziehen», sagte ein Teilnehmer. Mehr Dialog statt Monolog wünschen sich viele Jugendliche. (gs)

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