Bistum Basel

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Bischof Felix sieht die Kirche in einer "Schockstarre"

Salzburg, 5.8.18 (kath.ch) In einer «Schockstarre» sieht der Basler Bischof Felix Gmür die Kirche gegenwärtig. In dem Masse, wie Angst vor einer ungewissen Zukunft zu einem beherrschenden Phänomen auch in der Kirche geworden sei, lasse sich auch unter Christen eine neue Sehnsucht nach Einfachheit in der Welt und nach einer verklärten Vergangenheit feststellen. Dies sagte Gmür am Sonntag in einer Predigt in Salzburg.

Diese Sehnsucht lähme jedoch und mache die Kirche nicht zukunftsfähig, so Gmür beim Festgottesdienst zum Abschluss der «Salzburger Hochschulwochen». Ausdruck dieser «Schockstarre» sind laut Gmür Debatten, die Randthemen des Glaubens aufbauschen und so vom eigentlichen, befreienden Kern der christlichen Botschaft ablenken würden.

Eine solche Randfrage betreffe etwa die aktuelle Diskussion über den Kommunionempfang für evangelische Ehepartner: «Mancher meint, das würde die Kirche zum Einsturz bringen. Aber was wäre das für eine schwache Kirche, wenn schon diese Debatte sie zum Einstürzen bringen würde?», fragte Gmür.

Recht verstanden sei die christliche Botschaft nicht nach hinten, sondern auf die Zukunft hin orientiert, führte der Bischof von Basel weiter aus: «Ich glaube an Gott, der uns heute begleitet und in die Zukunft führt». Daher sei es auch nötig, immer wieder auf eine Erneuerung der Kirche zu drängen.

Der Festgottesdienst, den Gmür unter anderem gemeinsam mit dem Salzburger Erzbischof Franz Lackner und dem deutschen Kardinal Reinhard Marx feierte, bildete den Auftakt zum letzten Tag der diesjährigen «Salzburger Hochschulwoche». Diese stand unter dem Generalthema «Angst».

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