Bistum Basel

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Der Weg zu mir: Chance oder Risiko?

Das Wort Weg fasziniert mich. Unzählige Aphorismen beziehen sich darauf, z. B. „Der Weg ist das Ziel“ oder „Viele Wege führen nach Rom“. Unzählig auch die Bücher und „Road Movies“, die den Weg ins Zentrum stellen.

Margrith Mühlebach-Scheiwiller, Regionalverantwortliche St. Viktor

Der Weg beinhaltet die Verben ziehen und fahren. Darin verbirgt sich eine Sehnsucht nach Veränderung, nach Bewegung in einer festgefahrenen Situation, nach Verbesserung, aber auch das weg (!) gehen von einem Ort, der uns nicht gefällt.

„Ich will etwas bewegen in meinem Leben“ sagen wir – vor allem, wenn wir noch jung und voller Hoffnungen, Träume und Ideale sind. Voller Tatendrang stürmen wir in die Welt hinaus, um alsbald auch an Steinen anzustossen, die der Weg für uns bereithält. Umwege, Sackgassen, Steigungen und Tunnels fordern uns heraus. Sie machen stärker und weiser (wenn wir diese Prüfungen bestehen) oder deprimieren und bringen Zynismus und Stillstand (wenn wir an den Prüfungen verzweifeln und scheitern).

Ich sehe heute viele Jugendliche, die bereits früh am Weg zu verzweifeln scheinen, weil sie keine Chancen bekommen. Ich sehe auch viele ältere Menschen, die durch Jobverlust, Schicksalsschläge oder Krankheit vom Weg abkommen, resignieren und mit dem Leben hadern. Aus Bewegung wird Stillstand, aus Freude Trauer, aus Optimismus Resignation.

In diesen Situationen brauchen wir den Mitmenschen, den Mitchristen, die uns wieder auf den richtigen Weg bringen. Wir dürfen auch Gott vertrauen, uns auf Jesus verlassen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Ich wünsche uns allen diese Mitchristen, und dass ich diese Mitchristin für andere bin. „Welches ist der weiteste Weg? Der Weg zu meinem Nächsten.“