Bistum Basel

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Heilige Tage zur Heilung

Ostern erstreckt sich über drei Tage und Nächte. Es bündelt das ganze Drama des Leidens und Sterbens und Ruhens und Lebens von Jesus Christus zu einem einzigen Geschehen. Kondensat von Kümmernis und Erlösung. Nichts wird ausgeblendet. Niemand wird geblendet. Ostern macht nicht blind, sondern zeigt die Fülle der Wirklichkeit. Es zeigt unsere Endlichkeit, die Grenzen der Machbarkeit. Ostern ist nicht Erfolg, Fitness, Spass und ewige Jugend. Vielmehr macht es Platz für Schwäche, Versagen, Sünde, Krankheit, Tod.

Keine Privatsache! Das Elend und seine Heilung werden nicht ausgeblendet. Nicht verdrängt. Sie werden zum öffentlichen Gemeingut. Denn der österliche Glaube orientiert sich am Schwächsten. Dieser weiss, dass er sich nicht selbst erlösen kann. Deshalb geht es an Ostern um die Erlöserkraft Gottes. Diese passt nicht zum Mainstream-Modell der Leistungs- und Erfolgsgesellschaft. Dabei erleben wir täglich die grosse Kluft zwischen Schein und Wirklichkeit. Das macht krank.

Es ist eine Umkehr nötig! Eine Anpassung an die Wirklichkeit, damit wir dem Leben näherkommen, bescheidener und gesünder werden. Die Ostertage laden uns ein, auch als Gesellschaft an Leiden und Erlösung Christi teilzuhaben und dabei gesünder zu werden. Das tut gerade jetzt not, wo wir durch Corona mit unserer Verletzlichkeit konfrontiert sind und auf Erlösung hoffen. Auf wirkliches Leben, das hält und trägt.


Frohe Ostern!

+Felix Gmür, Bischof von Basel

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