Bistum Basel

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Goldene Hochzeit mit Bischof Felix

Bei frühherbstlichem Wetter fanden gegen 900 Personen den Weg in die Solothurner St. Ursen-Kathedrale. Unter ihnen die 390 Ehepaare, die anlässlich ihres fünfzigsten, fünfundfünfzigsten, sechzigsten oder sogar fünfundsechzigsten Hochzeitstages ihr Treueversprechen erneuerten und den Segen von Bischof Felix empfingen:

«Liebender Gott, wir bitten dich, segne diese Ehepaare, die gekommen sind, um dir zu danken, und schenke ihnen deine Liebe in Fülle. Begleite sie in den Tagen, die kommen. Stärke sie in Krankheit und Trauer, lass sie aufleben durch ihre Erinnerungen, schenke ihnen Weisheit des Herzens und gewähre ihnen einst die Vollendung bei dir im Himmel. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.»

In der Predigt nahm Bischof Felix u.a Bezug auf den Kolosserbrief 3,12-21 und klärte die aus heutiger Sicht irritierende Regel, dass Frauen sich den Männern unterordnen sollen. Die Regel gründe auf der damaligen Arbeitsteilung innerhalb von Familie und Gesellschaft. Aus dem vorangehenden Vers 11 und aus dem Galaterbrief (Gal 3,28) gehe aber hervor, dass für Christen schon damals klar gewesen sei, dass alle Getauften gleichwertig seien – «weder Juden noch Griechen, weder Sklaven noch Freie, weder männlich noch weiblich». In Christus, dem Herrn, seien alle gleich, betonte der Bischof. Und Christus, der Herr, sei für die Getauften Mass und Kriterium. Unsere Gesellschaft habe für die persönlichen Lebensbeziehungen das Denkschema «oben/unten» zum Glück verlassen. Unterordnung sei gegenseitig gemeint, genauso wie auch die Liebe! Der Abschnitt aus dem Kolosserbrief sei ein Beispiel, wie die Bibel immer aus dem Blick der Gegenwart neu verstanden werden müsse.

 

 

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