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Jugend trotzt Sturm am Weltjugendtag

Besinnlichkeit
Messe mit Bischof Felix und Jugendbischof Alain de Raemy

Weltjugendtag in Luzern: Besinnlichkeit trotz Sturmböen. Rund 600 Jugendliche sprachen am Deutschschweizer Weltjugendtag in Luzern über Gott und die Welt.

Von Hannes Bucher

Die Vigil am Weltjugendtag in der Hofkirche Luzern. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 6. Juli 2019) Johannes Tschudi ist noch immer aufgewühlt. Da steht er vor der Luzerner Hofkirche am Samstagnachmittag. Es ist kurz nach 15 Uhr, eben ist das Unwetter über die Hofkirche weggezogen, der Wind hat sich gelegt, es regnet noch immer. Der junge Surseer betreut einen Stand des 23. Deutschschweizer Weltjugendtags, der übers Wochenende in Luzern stattfindet. Zusammen mit weiteren Helfern sieht er sich die wüste Bescherung an, die das Gewitter eben angerichtet hat. Zelte, Stände, Tischgarnituren sind weggefegt. Ein tristes Bild. Eine verletzte Frau musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden. «Zum Glück waren viele der rund 600 Teilnehmer drinnen in den Workshops. Nicht zu denken, was sonst hätte passieren können», sagt Tschudi. Trotzdem und erst recht, die jungen Leute lassen sich nicht entmutigen. Sie packen an, beginnen aufzuräumen. Die Liechtensteinerin Stefanie Marxer ist PR- und Medienverantwortliche. Sie weiss bald: Es geht nach Plan weiter mit der zweiten Workshoprunde für die jungen Leute verschiedener Konfessionen und Weltanschauungen. Volkstanz, Glaube, Sexualität «Besinnung, Freude, Austausch, Musik und Bewegung» sieht das Programm bis Sonntag vor. Feiern von Gottesdiensten in der Hofkirche und in der Peterskappelle ebenso. Auch Livekonzerte im Freien sind vorgesehen. Und «rund um d’Chile» zusammen essen.

Ein wichtiger Bestandteil sind die 33 Workshops. Da gibt es eine bunte Fülle von Angeboten. Darunter etwa «Gott begegnen – dem Leben Sinn geben», «Glaube und Vernunft», oder einen « Crashkurs im portugiesischen Volkstanz». Auch die Sexualität wird thematisiert. Draussen scheint inzwischen die Sonne. Es ist bald 17 Uhr, das Durcheinander ist wieder aufgeräumt. Die Gruppe CalledOut Music aus England macht ihren Soundcheck, die Stimmung ist zurück. Nein, es gebe keine Prozession heute Abend, aus Witterungsgründen, sagt ein Speaker. Dann legt die Band los.

Der Abend läuft «tiptop», wie Stefanie Marxer später resümiert. Ebenso der Sonntag: Als Höhepunkte dabei der Pfarreigottesdienst mit Bischof Felix Gmür und die beiden Podien mit Felix Gmür und Priorin Agnes Brogli in der Hofkirche sowie Bischof Alain de Raemy aus Lausanne – seit 2018 zuständig für die Jugend der Schweiz – und Äbtissin Sr. Monika Thumm. Das Thema: «Was glaubsch eigentlich»? Mit dabei sind die 17-jährigen Andrina Parigger aus Zürich und Mirjam Koch aus Freiburg. Es ist nicht ihr erster Weltjugendtag. Ist ein regelmässiger Kirchenbesuch noch ein Thema für sie? «Ja, ganz klar», sagen sie mit Überzeugung. Allein seien sie in ihrem Kollegenkreis damit nicht. Es komme darauf an, in welchen Kreisen man sich bewege. Gehänselt würden sie nicht. «Aber es braucht schon eine gute Dosis Selbstbewusstsein und Durchsetzungswille.» Hier in Luzern gefällt es ihnen sehr gut – der Anlass und auch die Stadt seien wundervoll. Mirjam Koch schläft bei der Cousine und Parigger hat eine «ganz tolle Gastfamilie» gefunden.

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