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«Die Kirche lebt von den Menschen»

In einer einfachen Feier hat Bischof Felix am 15. Mai 2018 den Pastoralraum Bern errichtet. Aus deren fünf wurde einer.

Neuwerden und aufbrechen, voller Kraft und Feuer – davon war an der Errichtung des neuen Pastoralraums Region Bern viel die Rede und zu spüren. Es war eine schlichte Feier in der Pfarrei St. Antonius in Bern-Bümpliz - würdig, einfach und ohne Brimborium. Der Pastoralraum Region Bern reicht von Konolfingen bis ins Gantrischgebiet. Hier soll Kirche gemeinsam gelebt und bezeugt werden. 

Bislang gab es auf dem Gebiet insgesamt fünf Pastoralräume. Diese wurden nun alle zu einem Pastoralraum zusammengeführt. Kraft seines Amtes gab der Bischof dem Ganzen seinen Segen und setzte das Leitungsteam offiziell ein: Ruedi Heim als leitenden Priester, Bernhard Waldmüller als Pastoralraumleiter.

Er habe viel Papier gelesen, so Bischof Felix. Wir Schweizer hätten das halt gerne. Wir bräuchten Sicherheit und müssten genau wissen, wer für was zuständig sei. Die Kirche aber lebe nicht vom Papier, sondern von den Menschen. Es brauche Austausch, Beziehung; nur dann könne das Evangelium bezeugt werden.

Funken setzen

Bischof Felix stellte die Apostelgeschichte (Apg 20, 17-27) ins Zentrum des Gottesdienstes. Paulus verabschiedet sich darin von den Ältesten der Gemeinde Ephesus: «Nun ziehe ich, gebunden durch den Geist, nach Jerusalem, und ich weiss nicht, was dort mit mir geschehen wird. Nur das bezeugt mir der Heilige Geist von Stadt zu Stadt, dass Fesseln und Drangsale auf mich warten.»

Paulus gehe nicht aus Lust und Laune, sondern «gebunden durch den Geist». Das gelte für alle Seelsorgenden. Sie würden das, was sie tun, nicht aus sich selbst heraus machen. Der Heilige Geist gebe ihnen die Kraft dazu. Als gläubige Menschen dürften wir erwarten, dass dieser Funke überspringe. Seelsorgende müssten das Feuer entfachen, selbst wenn es nur ein kleiner Funken Trost oder Hoffnung am Krankenbett sei.

Zu den Menschen gehen

Aus Solidarität mit den Gläubigen in Jerusalem gehe Paulus diesen Weg, den schon Christus gegangen sei. Kein einfacher Weg. Papst Franziskus sage, wir müssten an die Ränder gehen oder in die Dunkelkammern, wo es ganz schwierig sei. Es gehe um die Solidarität mit jenen, die es nicht gut hätten. «Das ist das, was Jesus vorlebt. Gott will für uns alle das Beste. Er begleitet uns mit seiner Gnade und liebt uns alle», zeigte sich Bischof Felix überzeugt. Wir wüssten nicht, wie die Kirche Bern morgen ausschauen werde. Der neue Pastoralraum Region Bern aber soll den Austausch möglich machen und die Beziehungspflege untereinander verstärken. Die Kirche sei dafür da, dass der Glaube gelebt und verkündet werde. Darum müsse sie mitten unter den Menschen sein und zu den Menschen gehen.

Andreas Krummenacher, Pfarrblatt des Kantons Bern

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