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Heiligkreuz ist nicht mehr katholisch

Am 21. Januar 2018 wurde die Kirche Heiligkreuz in Bern-Tiefenau «entwidmet». Die katholischen Kultgegenstände wurden entfernt, die Kirche der neuen Besitzerin, der rumänisch-orthodoxen Gemeinschaft übergeben.

Die Kirche Heiligkreuz in der Tiefenau in Bern ist keine katholische Kirche mehr. Symbolischer Akt dieser «Entwidmung» war das Leerräumen der Altargegenstände, der sakralen Objekte und der Osterkerze. Man hat auf- und weggeräumt. Der Letzte, so sagt man, löscht das Licht.

Für den Gottesdienst sind noch einmal alle gekommen. Die Honoratioren, die Geistlichkeit, der neue Besitzer. Und gefühlt 500 Menschen der kroatischsprachigen Mission. Die Kirche war voll. Seit 32 Jahren war die Kirche Versammlungsort der kroatischsprachigen Mission. 

Für eben diese Kroat/-innen ist die Entwidmung eine Trauerveranstaltung, für die neue Besitzerin, die rumänisch-orthodoxe Gemeinschaft, ist es ein Freudentag. Für die einen gehen die Türen auf, die anderen müssen sie schliessen. Der neue Besitzer, Pfarrer Laurentiu Precup, will die Türen der Kirche stets für alle offen halten. Er ist überglücklich, dankbar. Endlich habe man eine neue Heimat gefunden, ein Gotteshaus, ein Gebetszentrum. 

Die kroatischsprachigen Gläubigen verlagern ihr spirituelles Leben in die evangelische Kirche Bethlehem. Am 28. Januar 2018 findet der erste Gottesdienst der kroatischen Mission in Bern-Bethlehem statt. Es wird ein Fest mit hunderten Gläubigen. Die Kirche wird voll sein, die Gesänge und Gebete intensiv. Es wird ein Neubeginn sein. Zukunftsweisend.

Andreas Krummenacher, Pfarrblatt Bern