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Nähen mit PEP

Seit 2006 werden in Europa Herzkissen für Frauen mit Brustkrebs hergestellt. An einem Projekttag mit der Deutschschweizer Verantwortlichen Kathrin Kurth hat die Frauengemeinschaft St. Anna des Pastoralraums Frauenfeld erstmals Herzkissen mitgenäht. Da der Kissenbedarf des Kantons Thurgau nicht mehr gewährleistet ist, springen die Frauen seit 2016 in die Bresche.

Im Saal des Pfarreizentrums Frauenfeld (TG) duftet es nach Kaffee. Die Tische sind mit Stoffen, Stecknadelbüchsen und Scheren ausgelegt, einige Nähmaschinen rattern. Rund 50 Frauen arbeiten emsig mit Nadel und Faden und tauschen sich aus. Ein bis zwei Mal pro Jahr treffen sich die Frauengemeinschaft St. Anna und der Gemeinnützige Frauenverein zum Nähen. Dabei entstehen jeweils bis zu 200 bunte Herzkissen fürs Brustzentrum Thurgau. Dort werden die Kissen an Brustkrebspatientinnen verschenkt, denen eine Operation bevorsteht. „Seit 2016 nähen wir diese Herzen. Sie sind ein Zeichen unserer Solidarität mit den kranken Frauen,“ sagt Monika Leutenegger aus dem Projektteam. Betroffene Frauen und Angehörige geben immer wieder positive Rückmeldungen. „Eine besondere Wertschätzung war es, als der Thurgauische Kantonale Frauenbund unser Projekt mit dem 1. Preis ehrte.“

Im Pastoralraum Frauenfeld organisiert Monika Leutenegger die Nähtage für Herzkissen mit. „Da wir dazu jeweils sehr viele geschickte Hände brauchen, ist es ideal, dass die Frauengemeinschaft eine Kontaktperson für Infos und Werbung pro Gemeinde hat. Auch unsere Veranstaltungen verteilen sich über den ganzen Pastoralraum hinweg“, so Leutenegger. Nebst dem Nähen bereiten die Frauen jeweils auch eine Maiandacht zusammen vor, basteln im Advent mit Kindern und stellen als Weihnachtsgeschenke für Bezüger/-innen des „Tischlein deck dich“ mit Bedacht Lebensmittel, Hygieneartikel, Spielsachen und Bücher zusammen. Wie ein roter Faden lebt so im Pastoralraum Frauenfeld Solidarität, Toleranz und Nächstenliebe stets aufs Neue auf. (AH)

forumKirche 19/2016: „Eine Geste von Frau zu Frau“