Bistum Basel
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ATD Vierte Welt - Ort der Barmherzigkeit

Felix und Nelly Schenker ATD-Künstlerin Nelly Schenker mit Bischof Felix

ATD Vierte Welt setzt sich in 34 Ländern für die Würde und Integration von armutsbetroffenen Menschen ein – so auch in der Schweiz. Zusammen mit Bischofsvikar Christoph Sterkman und der Regionalverantwortlichen Gabriele Tietze besuchte Bischof Felix die Basler ATD-Niederlassung, um von den Menschen vor Ort zu lernen und an ihrem Schicksal teilzuhaben.

„Die Bilder von ATD-Künstlerin Nelly Schenker zeigen Jahreszeiten und Gesichter von Menschen. Sie sind wie Fenster, die uns den Blick öffnen für Orte, wo Barmherzigkeit stattfindet - wo Menschen sind, die barmherzig sind", erklärte Bischof Felix einleitend. ATD wurde 1957 von Père Joseph Wresinski in Paris gegründet. Seither kämpft die Organisation weltweit gegen Armut und für eine Gesellschaft, in der jeder geachtet wird, und in der auch der Ärmste zum Frieden in der Welt beitragen kann. „Jeder Mensch hat die gleiche Würde. "ATD will die Schwächsten unserer Gesellschaft retten und begleiten - ihnen eine Stimme geben und ihre Begabungen zum Ausdruck zu bringen“, erklärt ATD-Vorstandsmitglied, Marie-Rose Blunschi Ackermann. Es gehe nicht darum, über die Armen, sondern mit den Armen zu reden! So geschehen auch beim bischöflichen Besuch. Betroffene legten auf eindrückliche Art Zeugnis ab von ihrem Leben und Leiden unter der Armut in unserer Gesellschaft. Auch Nelly Schenker: Père Joseph sei der erste Mensch in ihrem Leben gewesen, der ihr gesagt habe, dass sie wertvoll und auf dieser Welt nicht überzählig sei. „Armut stört mich nicht, aber die damit verbundenen Ungerechtigkeiten sind unerträglich“, erklärt Nelly Schenker weiter. Arme Menschen sehe man auf der Strasse kaum, weil sie sich schämten. Bischof Felix wurde auch mit kritischen Fragen konfrontiert. So zum Beispiel, ob er überhaupt wisse, was Armut sei? Er erklärte, dass er selber nie von Armut betroffen gewesen sei, aber als Priester viel mit ihr in Berührung gekommen sei, und dass Armut viele verschiedene Gesichter habe. Auch einsame Menschen seien „arme“ Menschen und oft der Verzweiflung nahe. Vereinsamung sei ein grosses Problem unserer Gesellschaft! Insgesamt sei wichtig, dass die Kirche immer wieder bewusst mache, dass es Privilegierte und Benachteiligte gäbe, und dass sich die Kirche für Gerechtigkeit einsetze.  

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