Bistum Basel
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Abschiedsgottesdienst von Weihbischof Martin Gächter

Am 11. November 2014 wurde Weihbischof Martin Gächter 75 Jahre alt. Er hat zuvor bei Papst Franziskus um seine Demission gebeten (c. 411 CIC). Weihbischof Martin Gächter war 27 Jahre lang in dieser Funktion tätig und hat vier Diözesanbischöfe und vier Generalvikare miterlebt. Weihbischof Martin Gächter war 27 Jahre lang in dieser Funktion tätig und hat vier Diözesanbischöfe und vier Generalvikare miterlebt. Martin Gächter studierte Philosophie und Theologie in Freiburg (Schweiz), München, Luzern und Paris, wo er 1966 seine Studien am Institut Catholique mit dem Lizentiat in Theologie abschloss. Am 17. Dezember 1966 wurde er in Solothurn zum Diakon geweiht. Die Priesterweihe empfing er nach Beendigung des Pastoraljahres in Solothurn am 28. Juni 1967 in Delsberg. Von 1967 bis 1972 war er Vikar in St. Marien in Bern und anschliessend in St. Josef in Basel. Von 1977 bis 1987 war er Pfarrer der Heiliggeist-Pfarrei in Basel.

Am 3. Februar 1987 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. auf Vorschlag von Bischof Otto Wüst zum Weihbischof des Bistums Basel. Seine Bischofsweihe fand am 28. Mai 1987 in der Heiliggeistkirche in Basel statt. Mgr. Gächter ist Titularbischof von Betagbara in Numidien und residierender Domherr des Standes Solothurn. Sein bischöflicher Wahlspruch: "Servare unitatem spiritu / Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren" ist dem Epheserbrief entnommen (Eph 4,3).

Weihbischof Martin Gächter war im Bistum Basel verantwortlich für die Orden und Gemeinschaften (1987-2014), Jugend (1987-2000), seither Anderssprachige Seelsorge (Migrantenpastoral) und Befreiungsdienst.

Anfangs Dezember 2014 ist der Weihbischof zusammen mit den Schweizer Bischöfen an den Ad-Limina Besuch nach Rom gereist Ab dem 06. Januar 2015 wird er dann Heimseelsorger bei den Ingenbohler-Schwestern im Elisabethenheim Bleichenberg. Um Weihbischof Martin Gächter gebührend für seinen langjährigen Dienst für das Bistum Basel zu danken, findet am Sonntag 21. Dezember 2014 um 10.00 Uhr in der Kathedrale in Solothurn ein Abschiedsgottesdienst statt.

 

Erfahrungen und Ratschläge von Weihbischof Martin Gächter

Weihbischof Martin Gächter, sie waren nun 27 Jahre als Weihbischof beim Bistum Basel. Was hat Sie in dieser Zeit am meisten geprägt?

Als Bischof habe ich eine weitere Sicht auf unseren christlichen Glauben und die Kirche bekommen. Ich habe erfahren, wie der christliche Glaube und die Kirche in anderen Kontinenten (z.B. in Südamerika, Afrika, Asien) mehr blüht als bei uns.

Welche Erlebnisse waren sehr schön, welche sehr schwierig?

Ich habe sehr viele schöne Erlebnisse gehabt bei Begegnungen mit interessanten Leuten oder in schönen Gottesdiensten in verschiedenen Pfarreien und Ländern. Höhepunkte waren die internationalen Begegnungen an den Weltjugendtagen in Denver (1993), Manila (1995), Paris (1997), Rom (2000), Toronto (2002), Bonn (2005), Sydney (2008), Madrid (2011), Rio de Janeiro (2013), zu denen die Päpste die Jugendlichen und die Bischöfe der ganzen Welt einladen.

Schwierig sind die Spannungen zwischen den Progressiven und Konservativen in unserer Kirche und eine Kritik am Papst und an Rom von Leuten, die manchmal wenig Ahnung haben.

Wie hat sich die Kirche in dieser langen Zeit verändert?

Die Kirche verändert sich ständig und in vieler Hinsicht, an jedem Ort anders. Bei uns stelle ich fest, dass sich manche von der Kirche distanzieren, sogar austreten – doch an Religion und Kirche weiterhin interessiert bleiben. Diese Situation lädt jeden Christ ein, nachzudenken, was er tun soll und wie er seine Freude an Gott und seinem Evangelium leben und weiter geben kann.

Wie sehen Sie die Zukunft der Kirche?

Die Zukunft der Kirche hängt von jedem von uns ab, nicht nur vom Papst, Bischof oder Pfarrer. Was werden wir gemeinsam tun und leben?

Sie haben nun so viel Erfahrung als Weihbischof sammeln können. Gibt es Ratschläge oder Tipps für die noch amtierenden Bischöfe, die Sie geben können?

Mein wichtigster Ratschlag ist, die Freude an Gott und am Evangelium Jesus Christi in unserer Zeit heiter und glaubwürdig zu leben und weiterzugeben.

Viele Menschen entfernen sich von der Kirche. Was sind aus Ihrer Sicht Gründe, warum man Mitglied der Kirche bleiben sollte?

Nirgends und in keiner Religion kommt Gott uns Menschen so nahe wie in seinem Sohn Jesus Christus, in dem Gott an allen unseren menschlichen Freuden und Leiden teilnimmt. Jesus können wir aber nur dank der Überlieferung und dem Wirken der Kirche kennen. Weil Jesus wie ein guter Freund unser ganzes Leben mit-lebt, kann er uns am besten den Sinn unseres Lebens zeigen und uns in unseren Nöten erlösen. Jesus können wir aber nur dank der Kirche kennen und erfahren. Wer die Kirche meidet, verpasst unseren Erlöser Jesus Christus und all die Freude und Hoffnung, die er uns gibt.

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