Bistum Basel
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Bischof Felix unterstützt indigene Philippinos

Indigene Nora Sukal am Genfer UN-Menschenrechtsrat Indigene Nora Sukal am Genfer UN-Menschenrechtsrat

Von Helena Jeppesen, Fastenopfer

Der geplante Bau einer Kupfer- und Goldmine bedroht die Existenz des indigenen Volkes im philippinischen Tampakan. Am 22. Juni 2016 traf Bischof Felix die Indigene Nora Sukal nach ihrer Teilnahme am UN-Menschenrechtsrat, wo sie sich gegen diese Mine wehrt.

„Die Mine spaltet Familien und das Volk der B‘laan. Ich bin besorgt über die Sicherheit aller, die gegen die Mine Widerstand leisten“, so Bischof Felix nach dem Treffen mit der Filipina Nora Sukal. Er drückte seine Solidarität mit der Kirche in den Philippinen aus, die sich für die Rechte der indigenen Gemeinschaften einsetzt.

Grossprojekt 2019: Gold und Kupfer statt Regenwald
Auf ganze 10’000 Hektare erstreckt sich das Minengebiet in Tampakan im Süden der philippinischen Provinz Mindanao. Die Mehrheit davon ist Regenwald: das Stammesgebiet der indigenen B’laan. Hier soll 2019 eine der weltweit grössten Gold- und Kupferminen entstehen. Doch das Volk der B’laan wehrt sich gegen diese Pläne. Nora Sukal, Stammesangehörige und Projektpartnerin von Fastenopfer, reiste dazu nach Genf, wo sie im Menschenrechtsrat und an einer Podiumsdiskussion mit Prof. Chaloka Bayani, dem UN-Sonderberichterstatter für intern Vertriebene, gesprochen hat. Anhand der Tampakan-Mine wurde das Risiko für interne Vertreibung wegen sogenannter „Entwicklungsprojekte“ wie Minen und Staudämme diskutiert.

Existenz und Erbe der Indigenen schützen
Nora Sukal fand für solche Projekte deutliche Worte: Ihr Volk und ihre Kultur könnten nur überleben, wenn die geplante Mine auf ihrem Land nicht realisiert würde, sagte die Stammesangehörige der B’laan. "Wir werden von unseren Wäldern vertrieben. Sie sind bis anhin immer unsere Zuflucht gewesen, wenn wir nichts mehr zu essen hatten, oder wenn wir Heilpflanzen benötigt haben, um unsere Krankheiten zu heilen.”
Der UN-Sonderberichterstatter verwies auf die Wichtigkeit, die Betroffenen einzubeziehen, wenn es um die Beurteilung derer Bedürfnisse gehe: “Vertreibung zerstört nicht bloss die Häuser und Existenzen der indigenen Menschen. Sie hat auch einen unvorhersehbaren Einfluss auf ihre Kultur und Lebensweisen. Dieses reiche und vielseitige Erbe muss geschützt werden oder es ist – vielleicht für immer – verloren.” Die Bischofskonferenz und die katholische Kirche der Philippinen arbeiten national und international für die Rechte indigener Gemeinschaften, deren Land und Existenz zunehmend durch Grossprojekte bedroht sind.

Medienbeiträge zum Thema:
Fastenopfer
cath.ch (FR)
Franciscans International (EN)

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