Bistum Basel
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Bistumsjugendtag: „Stand up for refugees“

Jugendliche erleben Stationen einer Flucht: zusammengepfercht mit Schwimmwesten im Schlauchboot auf dem Bieler Neumarktplatz. Jugendliche erleben Stationen einer Flucht: zusammengepfercht mit Schwimmwesten im Schlauchboot auf dem Bieler Neumarktplatz.

Fünfhundert Jugendliche aus dem Bistum Basel nahmen am 10. September 2016 in Biel am 16. Bistumsjugendtag teil. Unter dem Motto „Stand up for refugees“ stand der Anlass im Zeichen der aktuellen Flüchtlingskrise.

Niklaus Baschung

Auf dem Robert-Walser-Platz hinter dem Bahnhof Biel stehen Absperrgitter und Uniformierte mit Schutzmasken, die eine Menschengruppe zur Personenkontrolle drängen. Der Chefbeamte spricht nur arabisch und zwingt die Leute ein ebenfalls nur arabisch geschriebenes Dokument zu unterschreiben. Dann werden die Kontrollierten in ein Zeltlager geführt, wo sie ohne weitere Informationen warten sollen.

Am Bistumsjugendtag 2016 wird konkret erfahren, was Flüchtlinge auf ihrem Weg alles durchmachen müssen. Die teilnehmenden Jugendlichen erleben Stationen einer Flucht mit. Zusammengepfercht in einen Kleinbus werden sie als Flüchtlinge an einen unbekannten Küstenort verfrachtet, wo sie, mit Schwimmwesten versehen, auf ein kleines Schlauchboot gedrängt und dann sich selber überlassen werden. Informationen durch die zahlreichen freiwilligen Helfer und Helferinnen über Fluchtursachen, Asylverfahren, gesetzliche Bestimmungen und Flüchtlingszahlen rundeten diese Erfahrungen ab.

Hauptorganisator der Fluchtstationen war der gemeinnützige Verein „Stand up for refugees“, welcher dem Event auch seinen Namen gab. Der von Bieler Jugendlichen gegründete Verein hat bereits hunderte von Tonnen Hilfsgüter in die Flüchtlingscamps sowie an Organisationen vor Ort versendet. Geleitet wurde das Gesamtprojekt von Philipp Christen von der Fachstelle Jugend der röm.-kath. Kirche Biel und seinem Team. Er erhofft sich eine Sensibilisierung der Jugendlichen für die Flüchtlingsschicksale.

Bischof Felix Gmür munterte die jungen Menschen während dem Gottesdienst im übervollen Bieler Volkshaus auf: „Ich wünsche euch die Kraft, sich für jene einzusetzen, die am Rande unserer Gesellschaft leben. Angesichts der wenig perfekten Weltlage können wir darauf vertrauen, dass Gott uns alle gerne hat und barmherzig ist. Gott sucht uns – wie der Hirte das verlorene Schaf.“

kath.ch, 13.9.2016: "Jugendliche schwitzen im Containerbus, als wären sie selbst auf der Flucht"

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