Bistum Basel
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Blick weiten in Andalusien

Im Rahmen des zweijährigen Nachdiplomstudiengangs Berufseinführung brachen 14 Seelsorgende des Bistums Basel zu einer Reise nach Andalusien auf. Begleitet wurden die beiden Kursjahrgänge 14/16 und 15/17 von Regens und Studienleiter Thomas Ruckstuhl, Kursleiterin Elke Freitag und Spiritual Stephan Leimgruber. Neben der Besichtigung der geschichtsträchtigen Städte Sevilla, Cordoba und Granada standen auch Begegnungen mit verschiedenen Personen auf dem fünftägigen Programm.

Von Elke Freitag, Kursleiterin Berufseinführung im Bistum Basel

Aufgrund des reichen maurischen Erbes aus der Zeit zwischen dem 8. und 15. Jahrhundert lag der Wunsch nahe, etwas über den Islam in Spanien und das Leben der heutigen Muslime in Andalusien zu erfahren. Ihre Unterkunft fand die Reisegruppe im Küstenort Fuengirola. Eine Begegnung mit dem Islamlehrer der dortigen Mezquita gab am Abend des ersten Tages einen Einblick in das Leben einer andalusischen Moscheegemeinde.

Am Tag darauf ging es nach Sevilla. In einem weiteren Gespräch mit einem katholischen Theologen und Religionslehrer wurde der Gruppe die Situation der katholischen Kirche in Spanien näher gebracht. Es folgte eine Führung durch die Stadt, mit Besichtigung der Kathedrale und des jüdischen Viertels.

Sehr beeindruckend war auch die Besichtigung von Cordoba mit ihrer prächtigen Mezquita-Kathedrale. Die ehemalige Moschee aus maurischer Zeit wurde durch die Emire und Kalifen von Córdoba in mehreren Bauabschnitten immer wieder erweitert und zählt mit ca. 23.000 m² zu den größten Moscheebauten weltweit. Im 1236 wurde sie zur christlichen Kirche geweiht und im 16. Jahrhundert baute man die jetzige Kathedrale inmitten der Moschee. Der Besuch der Mezquita-Kathedrale beeindruckte, stimmte aber auch nachdenklich. An wohl keinem Ort treffen in einem einzigen Gebäude Islam und katholische Kirche so unmittelbar aufeinander. Kein Bauwerk stellt wohl auch heute noch auf so direkte Weise die Frage nach dem konkreten Miteinander der verschiedenen Religionen.

Javier Rosón Lorente erläuterte in einem Gespräch der Reisegruppe die Arbeit des Casa arabe mit Sitz in Cordoba und Madrid, das vor allem um den Dialog und die Verständigung zwischen Spanien und der arabischen Welt bemüht ist. Das Casa arabe wurde 2006 durch das spanische Ministerium für auswertige Angelegenheiten und Kooperation gegründet.

Schätze entdecken

Andalusien verfügt über viele wunderbare Schätze, wunderschöne Gebäude und Städte sowie eine einzigartige Landschaft. Neben den Olivenhainen, den Städten Sevilla und Cordoba standen als Highlight der Reise am Schluss noch Granada und die Alhambra, die wunderbare Palastanlage aus der Zeit der Nasriden, auf dem Programm.

Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit berührt

Einen Einblick in die Gottesdienstpraxis einer andalusischen Pfarrei bekam die Reisegruppe in Fuengirola. Dort ergab sich die Gelegenheit, mit der Pfarrei Ntra Señora del Carmen eine sehr lebendige Gemeinde zu erleben und mit den Pfarreiangehörigen gemeinsam den Sonntagsgottesdienst zu feiern. Die Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit des Empfangs in dieser Pfarrei, aber auch an den anderen besuchten Orten, berührte alle sehr. Für die Seelsorgenden des Bistums Basel war die Reise eine schöne Gelegenheit, den Blick über die eigenen Bistumsgrenzen und die Grenzen der katholischen Kirche hinaus zu weiten, eine unerlässliche Aufgabe für den pastoralen Dienst in der heutigen Zeit.                                                  

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