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Chance Kirchenberufe: Schweizer Katholiken suchen Personal!

Auftakt zur Kampagne «Chance Kirchenberufe»

Der knappe Nachwuchs in der Seelsorge lässt die Deutschschweizer Bistümer und über ein Dutzend Landeskirchen neue Wege gehen: Die vielfältigen Berufsmöglichkeiten sollen wieder bekannter werden. Als Arbeitgeberin ist die katholische Kirche ein relevanter Player. Alleine in der Deutschschweiz beschäftigt sie rund 2000 Personen mit Abschluss in Theologie. Dazu kommen unzählige Mitarbeitende mit weiteren Bildungshintergründen.

Zum ersten Mal spannen die Deutschschweizer Bistümer und über zwölf Landeskirchen in Sachen Personalgewinnung zusammen. Das Projekt «Chance Kirchenberufe» will ab Oktober 2013 die Vielfalt der Berufsbilder in der katholischen Kirche wieder bekannter machen. Mit Werbung alleine ist es jedoch nicht getan, wie Bischof Felix Gmür zum Auftakt der Kampagne «Chance Kirchenberufe» heute in Olten klar machte: «Die besten Talent-Scouts sind überzeugend auftretende Seelsorgerinnen und Seelsorger. Genau dafür will «Chance Kirchenberufe» das Terrain vorbereiten. Wenn wir aufzeigen, wie facettenreich die kirchliche Arbeit mit Menschen ist, können wir Interesse wecken und bei der Berufswahl neue Wege aufzeigen.»

Stagnierende Studierendenzahlen
Schweizweit ist die Zahl der Theologiestudierenden in Erstausbildung in den letzten zwanzig Jahren um ein Drittel zurückgegangen. Dazu kommt ein weiterer Trend: Nur wenige steigen nach dem Studium in den Beruf ein. Vor allem an Priestern mangelt es zusehends. Obwohl der Frauenanteil bei den PastoralassistentInnen in den letzten Jahren stark anstieg (in der Deutschschweiz innert zwanzig Jahren von 20 auf 40 Prozent), lassen sich diese Entwicklungen nur teilweise auffangen. Auch der Zufluss deutscher Berufsleute ist nicht mehr gewährleistet. Die Personalgewinnung stellt für die katholische Kirche eine Schlüsselaufgabe dar.

Gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Relevanz
Die Nationalfondsstudie FAKIR aus dem Jahr 2010 errechnete ein ausgeglichenes Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen der öffentlichen Finanzierung kirchlicher Dienstleistungen und dem Gewinn für die Gemeinschaft. Dieselbe Studie hält fest, dass die Dienstleistungen der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit nach wie vor hoch im Kurs stehen. Dazu meinte Bischof Felix Gmür heute in Olten: «Religion und Seelsorge stabilisieren die Menschen und damit die Gesellschaft.» Die Diskussion unter dem Titel «Schweizer Katholiken suchen Personal!» mit dem Zürcher Synodalrat Karl Conte sowie Seelsorgenden liess erkennen, dass sich angehende Mitarbeitende der katholischen Kirche in einen Betrieb mit hoher Zufriedenheitsrate begeben. Seelsorge wird als sinnvolle und sinnstiftende Aufgabe empfunden.

Vom Gärtner zum Priester, von der Anwältin zur Pastoralassistentin
Ein Blick auf die Lebensläufe der Podiumsteilnehmenden zeigt, dass der Entscheid für einen kirchlichen Beruf oft erst nach anderen beruflichen Stationen fällt:

  • Theresa Herzog, Pastoralassistentin in Baden-Dättwil und erfolgreiche Anwältin, nahm im Alter von fünfzig Jahren ein Theologiestudium in Angriff.
  • Philipp Ottiger, Theologiestudent in Luzern und Dr. chem., startete seine Ausbildung zum Priester nach seiner Promotion in Chemie.
  • Patrizia Vonwil-Immersi, Religionspädagogin in Stans und Drogistin, absolvierte berufsbegleitend die Ausbildung am Religionspädagogischen Institut in Luzern (RPI).
  • Adrian Bolzern, Vikar auf dem Mutschellen und Landschaftsgärtner, liess sich auf dem Dritten Bildungsweg zum Priester ausbilden.
Schauen Sie sich die Porträts von Pastoralassistentin Theresa Herzog und Religionspädagogin
Patrizia Vonwil-Immersi auf www.chance-kirchenberufe.ch an!
 
Für Auskünfte:
Thomas Leist, Informationsstelle für kirchliche Berufe IKB, thomas.leist@chance-kirchenberufe.ch
Tel. 041 419 48 39

Chance Kirchenberufe: Pressekonferenz 23.10.13 in Olten Zoom auf « Chance Kirchenberufe: Pressekonferenz 23.10.13 in Olten » (ESC-Taste, um das Fenster zu schließen)
Chance Kirchenberufe: Pressekonferenz 23.10.13 in Olten

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