Bistum Basel
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Den Glauben ins Spiel bringen

Auszüge aus dem Pastoralen Entwicklungsplan

Mittel besorgen und zweckdienlich verwalten

Alle Getauften leisten ihren Beitrag für die materiellen Grundlagen (finanzielle Mittel, Gebäude und Einrichtungen), welche die Kirche zum Leben braucht. In den Kantonen des Bistums Basel sind die Kirchgemeinden Körperschaften des Öffentlichen Rechts. Sie haben das Recht, Kirchensteuern zu erheben. Die Katholikinnen und Katholiken leisten deshalb ihren materiellen Beitrag über die Kirchensteuern. Durch Spenden unterstützen sie zusätzlich viele Aufgaben der Kirche.

In der Verwaltung der Mittel partnerschaftlich zusammenarbeiten

Die staatskirchenrechtlichen Körperschaften orientieren sich am Staat und sind deshalb demokratisch aufgebaut, während die Kirche eine sakramentale Wirklichkeit und deshalb hierarchisch geordnet ist. Beide sind an ihre eigene Rechtsordnung gebunden und respektieren sich gegenseitig. Da die beiden Rechtssysteme strukturell letztlich nicht kompatibel sind, müssen im Konfliktfall Lösungen im Gespräch erarbeitet werden, denen beide Seiten zustimmen können.

Die staatskirchenrechtlichen Körperschaften stehen im Dienst der Kirche. Sie schaffen Voraussetzungen zur Entfaltung kirchlichen Lebens. Durch die Finanzierung von Personal, durch die Sorge für Liegenschaften und Einrichtungen und durch Administration der Finanzen fördern und unterstützen sie die pastorale Arbeit.

Gläubige, die sich in diesen Institutionen engagieren, leisten einen wichtigen Beitrag zum Leben der Kirche.

Der Einsatz für die materielle Solidarität der Glaubenden ist eine Aufgabe aller Verantwortungsträger. Wenn durch glaubwürdiges und sorgfältiges Wirken sichtbar wird, wie notwendig finanzielle Ressourcen für das kirchliche Leben sind, kann es besser gelingen, die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen.

Die Erfüllung pastoraler Aufgaben und die Bereitstellung der dafür nötigen Mittel gehören zu verschiedenen Verantwortungsbereichen, sind jedoch eng miteinander verknüpft. Deshalb können Lösungen nur im partnerschaftlichen Miteinander angegangen werden. Dabei ist es wichtig und auch hilfreich, wenn die Beteiligten sich bewusst sind, in welcher Rolle sie handeln. Alle sind Mitglieder der katholischen Kirche und stellen ihre Kräfte in ihren Dienst. Aber sie treffen sich mit unterschiedlichen Kompetenzen, die sie als Mitglieder ihrer Gremien mit ihren je eigenen Aufgaben haben.

Die kirchlichen Instanzen sind zuständig für die Pastoral. Sie sind verantwortlich für die Ziele, Schwerpunkte und Wege in der Pastoral. Sie sorgen dafür, dass die zuständigen staatskirchenrechtlichen Institutionen rechtzeitig in die Entscheidungsprozesse einbezogen sind.

Für die verantwortungsvolle Nutzung der Gebäude und Einrichtungen gemäss pastoralen Zielen und Prioritäten ist die zuständige pastorale Instanz in Absprache mit den staatskirchenrechtlichen Zuständigen verantwortlich. Über die Nutzung der sakralen Räume entscheidet die zuständige pastorale Instanz.

Im Bistum Basel soll sich das Handeln aller Instanzen an der kirchlichen Soziallehre orientieren. Wir möchten selber vorleben, was die Kirche unter gerechtem Handeln versteht.

 

Pastoraler Entwicklungsplan

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