Bistum Basel
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Die Kirche haben wir in Neuhausen gelassen….

Der Pastoralraum Neuhausen-Hallau zeigte sich Bischof Felix Gmür bei seinem Pastoralbesuch in einer Vielfalt, wie sie durch engagierte Menschen in den Ortsgemeinschaften möglich wird. Zu Beginn sass er mit den Kleinen am Boden und hörte sich die Geschichte von der Arche Noah an. Besonders gefiel Bischof Felix der bunte Regenbogen, der Himmel und Erde verbindet, den Kinder dann mit Unterstützung der Chinderfiireteam selber gestalten konnten.

Mit den Katechetinnen und Katecheten wurde anschliessend diskutiert, wie heute Glaubensweitergabe noch möglich ist. Anspruchsvoll ist dieser pastorale Dienst einerseits angesichts der Diasporasituation, die der ökumenischen Offenheit und dem katholischen Profil zugleich Rechnung tragen soll. Andererseits haben sich auch die Lebenswelten heutiger Schülerinnen und Schüler verändert. Viele Väter und Mütter sind nicht mehr vertraut mit dem christlichen Glauben, dass sie ihn nicht mehr an ihre Kinder weitergeben können.

Der Schwerpunkt des Pastoralbesuchs lag in der Begegnung mit den Ortsgemeinschaften und engagierten Gruppierungen. Aufgrund der eigenen Berufung als getaufte Christinnen und Christen tragen sie eine grosse Verantwortung für das kirchliche (Gemeinschafts-)leben vor Ort. In grosser Selbstverständlichkeit leiten Gläubige liturgische Feiern, Bibelteilgruppen, Chinderfiire etc.

Im Trasadinger Weinkeller konnte Bischof Felix Gmür mit den Kirchenständen anstossen auf die Freiwilligen und das Pastoralraumteam.

Am Samstag wurde der Zusammenhang von Diakonie und dem kirchlichen Selbstverständnis anhand eines Zitats von Alfred Delp deutlich. Wirklich bei den Menschen sein, ist für Delp die zentrale Aufgabe von Kirche.

Dass diese Dienste in Neuhausen-Hallau auf eine gute Resonanz stossen, zeigt exemplarisch eine Episode vom Besuchsdienst im Spital. Eine Vertreterin wurde vom Patienten begrüsst: „So, kommt also die Neuhausener Kirche zu mir“. Worauf die Antwort kam: „Nein, die Kirche habe ich in Neuhausen gelassen“.

In der Eucharistiefeier ging Bischof Felix auf die Frage des Volkes im Evangelium ein: „Wer ist Jesus für euch selber?“ (vgl. Joh 7,40-53). Die Frage sei heute noch höchst aktuell. Er habe bei diesem zweitätigen Besuch erlebt, wie Menschen sich diese Frage stellen und für sich in den Ortsgemeinschaften eine Antwort gefunden haben. Sie bringen Menschen vor Ort Christus nahe. Sie begegnen in notleidenden Menschen dem Messias.

Ein Pastoralbesuch, der Mut macht, denn gerade an den Rändern des Bistums sind wichtige Anliegen der „Zentrale“ angekommen: Den Glauben vielfältig ins Spiel zu bringen. Zwar lässt auch Bischof Felix die Kirche in Neuhausen zurück, aber nicht die Erinnerung an eine Kirche mit vielen Gesichtern.

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