Bistum Basel
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Diözesane Liturgische Kommission Studientagung

Diözesane Liturgische Kommission (Bistum Basel)

Studientagung 17.-19. November 2014 Bethanien, St. Niklausen OW

„WORT-GOTTES-FEIER“

Entdeckungen angesichts eines neuen liturgischen Buches

Ganz ungewöhnlich begann die Studientagung 2014 damit, dass sich alle Teilnehmenden ein druckfrisches rotes Buch erstanden: Die Wort-Gottes-Feier. Damit war das Thema handfest gegeben. Die diesjährige Tagung der Diözesanen Liturgischen Kommission (DLK) fand in Zusammenarbeit mit dem Liturgischen Institut Fribourg statt, welches im Auftrag der Bischöfe der deutschsprachigen Schweiz Herausgeberin des neuen Feierbuches ist.

Referentin dieser Tagung war Dr. Birgit Jeggle-Merz, Professorin für Liturgiewissenschaft in Chur und Luzern. Bemerkenswerterweise gestaltete sie auch alle liturgischen Feiern zusammen mit je einem Vorstandsmitglied der DLK und weiteren liturgischen Diensten. Namentlich Hansruedi von Arx als Organist und Josef-Anton Willa als Kantor waren sozusagen von Amtes wegen mehrfach im Einsatz. So kamen Theorie und Praxis an der ganzen Tagung aus einer Hand.

Schon die spirituelle Einstimmung war eine kurze Wort-Gottes-Feier mit einem selten gehörten Text aus dem Hohenlied der Liebe, die uns zur „Liebe des Wortes Gottes“ verführen wollte.

Nach der Begrüssung und Eröffnung der Tagung durch Pius Troxler, Präsident der DLK, übernahm Gabriele Berz-Albert als Moderatorin die Führung durch die Tagung.

Erfreulicherweise nahmen neben den Dekanatsvertretungen auch 19 weitere Interessierte, davon einer aus Linz, an der Tagung teil.

Am Montag-Nachmittag erhielten wir einen ersten Einblick und Überblick über das neue Buch. Wir tauschten eigene Erfahrungen mit Wort-Gottes-Feiern aus, hörten von Weihbischof Denis Theurillat Überlegungen zur Situation im Bistum Basel und zu verschiedenen Aspekten einer Wort-Gottes-Feier am Sonntag und beschäftigten uns mit der Grundform einer solchen Feier im neuen Buch.

Nach dem Abendessen führte Carsten Gross mit der Referentin das traditionelle Kaminfeuergespräch. Zum Tagesabschluss mit einem Nachtgebet begaben wir uns wiederum in die Hauskapelle.

Am Dienstag-Vormittag erfuhren wir Bemerkenswertes über die Bedeutung des Wortes Gottes in der Liturgiegeschichte. Mir war zum Beispiel die alte Überzeugung neu, dass das Wort Gottes ebenso wie der Leib Christi „Brot des Lebens“ sei - geistliche Nahrung für unser christliches Leben! Ebenso ist uns „Jüngeren“ meist die epochale Aufwertung des Wortes Gottes in der Messfeier durch das Zweite Vatikanische Konzil wenig bewusst.

Das neue Buch will das Wort Gottes feiern - und wählt dafür andere Formen, damit die Wort-Gottes-Feier (meist ohne Kommunionfeier gedacht) nicht nur eine „halbe Messe“ ist, sondern eine ganze, eigenständige Feier.

Am Nachmittag schauten wir dann die verschiedenen Zeichenhandlungen an, die das Buch als Gestaltungsangebote enthält.

Weiter ging es um verschiedene praktische Aspekte zur Umsetzung in den Pfarreien und unter anderem auch um die Frage der Konkurrenz zu Eucharistiefeiern.

Birgit Jeggle ermutigte uns, die grosse Freiheit, die uns in der Gestaltung von Wort-Gottes-Feiern gegeben ist, als Chance für das liturgische Feiern in unterschiedlichsten Situationen zu nutzen.

Um 18.00 Uhr feierten wir dann eine „ordentliche“ Wort-Gottes-Feier in der Kapelle. Dabei sangen wir die „Litanei von der Gegenwart Gottes“. Als Zeichenhandlung bot sich am Abend eine Kerzendarbringung an.

Im „Dienstagabend-Kino“ präsentierte uns Hansruedi von Arx „Il Postino“, einen Spielfilm aus dem Jahre 1994.

Die Arbeit am Mittwoch-Vormittag war nur noch kurz. Birgit Jeggle ging unter anderem auf die Fragen ein, die sich auf einem Wandplakat angesammelt hatten. Jetzt weiss ich zum Beispiel, wieso der Diakon in der Messfeier ordentlicher Verkünder des Evangeliums ist, und dass es sinnvoll wäre, als Prediger das Evangelium vorgängig nicht selber zu verkünden, sondern aufmerksam anzuhören!?

Schliesslich machten wir uns noch einige Gedanken, wie Ergebnisse und Impulse der Tagung an andere Seelsorgende weitergegeben werden könnten.

Nach den Verdankungen und der Kursauswertung bildete die festliche Eucharistiefeier mit Weihbischof Denis Theurillat den liturgischen Abschluss in der Kapelle. Dabei liessen Hansruedi von Arx die Orgel und Bernhard Schibli seine Geige wunderbar erklingen.

Nach dem Mittagessen konnten wir Bethanien mit neuer „Lust am Wort Gottes“ verlassen.

Die nächste DLK-Tagung wird vom 16.-18. November 2015 am gleichen Ort stattfinden.

Pius Troxler, Entlebuch

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