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Fastenopfer und katholische Organisationen verlangen verbindliche Abkommen

CIDSE-Delegation in Guatemala, in der Mitte Felix Gmür, Bischof von Basel CIDSE-Delegation in Guatemala, in der Mitte Felix Gmür, Bischof von Basel (c) Fastenopfer

Am 26. Juni entschied der Uno-Menschenrechtsrat in Genf mit einer klaren Mehrheit, eine internationale Arbeitsgruppe einzusetzen, welche ein verbindliches Abkommen zu Unternehmen und Menschenrechten entwickeln soll. Für die vielen Menschen, deren Rechte gegenwärtig durch Unternehmen verletzt werden – auch für Partnerorganisationen von Fastenopfer – ist dies eine gute Nachricht.

In den Diskussionen des Menschenrechtsrats vom 10. – 27. Juni wurde klar, dass in vielen Ländern die Menschenrechte durch Unternehmen verletzt werden. Dies ist besonders dort der Fall, wo die Bevölkerung keine Möglichkeit hat, ihre Rechte einzuklagen. Während einige Staaten – darunter die Schweiz – weiter auf die bisherigen Prozesse setzen wollten, welche auf freiwilligen Leitlinien für Unternehmen beruhen, setzte sich die Mehrheit durch, welche ein international verbindliches Abkommen verlangt.

CIDSE, der Verband der katholischen Entwicklungsorganisationen, zu dem auch Fastenopfer gehört, nahm an dem Treffen teil, zusammen mit betroffenen Partnerorganisationen aus den Philippinen, Kolumbien und Brasilien. Diese konnten in mehreren Interventionen aufzeigen, dass ihre Regierungen den mächtigen internationalen Unternehmen kaum Regelungen entgegenstellen. Konflikte, Morde und Landverluste nehmen überall zu, wo sich Gold-, Kupfer- und Kohleminen sowie Plantagen für Agrodiesel ausbreiten.

Solidarität mit Betroffenen in Guatemala

Parallel zur Menschenrechtsrats-Sitzung vergangene Woche besuchte Bischof Felix Gmür, Stiftungsratspräsident von Fastenopfer mit drei weiteren Bischöfen aus Spanien, Belgien und Irland Guatemala. Die CIDSE-Delegation bekundete mit ihrer Präsenz der lokalen Bevölkerung ihre Solidarität. Sie besuchte unter anderem Dörfer bei der Mine La Puya. Dort wird die lokale Bevölkerung massiv – auch von offiziellen Stellen – bedroht, weil sie sich seit drei Jahren mit friedlichen Protesten gegen die Mine wehrt. Die Aktivisten wollen ihr Land, die intakte Umwelt und ihre Gesundheit behalten.

Bischof Felix Gmür konnte sich bei seinem Aufenthalt in Guatemala einmal mehr davon überzeugen, wie wichtig verbindliche Standards für international tätige Unternehmen sind: „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie im Dienste der wirtschaftlichen Entwicklung an manchen Orten die Würde und Rechte der Menschen mit den Füssen getreten werden und die Schöpfung rücksichtslos geplündert wird. Dagegen müssen wir unsere Stimme erheben. Darum unterstütze ich auch die Kampagne Recht ohne Grenzen."

Selbst der Vatikan setzte sich am 11. Juni 2014 mit einer Erklärung für verbindliche Regelungen ein: „Für unsere Partner in allen Ländern der Welt wäre es wichtig, dass ein sorgfältig gestaltetes, international verbindliches Abkommen ihren Kampf unterstützt und sicherstellt, dass Unternehmen ihre Rechte respektieren.“

www.fastenopfer.ch

Bevölkerung in La Puya Zoom auf « Bevölkerung in La Puya » (ESC-Taste, um das Fenster zu schließen)
Bevölkerung in La Puya (c) Fastenopfer

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