Bistum Basel
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Impulse aus Evangelii Gaudium standen im Zentrum der Beratung des Seelsorgerates

Der neu konstituierte Rat der Gläubigen setzte sich am 20.bis 21. Juni mit Impulsen aus dem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus auseinander. Bei der Beratungssitzung in Stella Matutina/Hertenstein machte sich die neue Zusammensetzung von nur 14 Mitgliedern bemerkbar. Anstelle von längeren Gruppenarbeiten fand die Beratung deshalb hauptsächlich im Plenum statt.

Das päpstliche Schreiben „Evangelii Gaudium“ beginnt auch im Kapitel über die Versuchungen der in der Seelsorge Tätigen zunächst mit einem Dank für deren grossen Einsatz. Viele Seelsorger und Seelsorgerinnen machen sich Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute – besonders der Armen und Bedrängten - zu ihren eigenen. Ein Beispiel  aus der Kirchengeschichte  sieht Bischof Felix Gmür in der Gestalt des Hl. Aloisius von Gonzaga, dessen Festtag am 21. Juni begangen wurde. Der Hl. Aloisius machte sich die Angst und Trauer der Pestkranken soweit zu Eigen, dass er sich anstecken lies und bereits in jungen Jahren verstarb.

Auch in unseren Pfarreien, Pastoralräumen gibt es ein grosses Engagement der in der Seelsorge Tätigen. Dafür sind auch die Mitglieder des Seelsorgerates und natürlich Bischof Felix sehr dankbar. Herausforderungen und Versuchungen, denen wir alle als „Kinder unserer Zeit“ in einer „globalisierten Kultur“ begegnen müssen, gibt es aber auch bei uns. So ist es für Seelsorger und Seelsorgerinnen nicht einfach dem ausgeprägten Misstrauen gegenüber der Botschaft der Kirche in manchen Kreisen der Gesellschaft zu begegnen. Besteht für den einen dann nicht der pragmatische Weg darin, die christliche „Knackpunkte des Evangeliums und der christlichen Botschaft“ zu relativieren oder zu verschweigen? Angeregt wurde darüber diskutiert, ob andererseits der grosse Eifer, die manche Seelsorgerinnen und Seelsorger dann gegenüber den Gläubigen haben, gar nicht notwendig ist. So z.B. wenn Gebete und Liturgie den Mitfeiernden erklärt werden. Doch Mitfeiernde spüren sehr wohl auch ohne Worte, was geschieht und Gläubige fühlen sich nicht ernstgenommen. Eine weiter Frage stellte sich dann im Hinblick auf das Verhältnis von Welt und Kirche: Was sollte aus Sicht der Gläubigen von der Welt, Gesellschaft wirklich in die Predigt oder Fürbitten einfliessen und was kann auch einmal draussen bleiben (nicht für alle ist der Fussball die Welt)? Für eine weitere Sitzung ist geplant, Thesen zu formulieren, wo gibt es Versuchungen im Bereich Verkündigung, Liturgie, Diakonie und Gemeinschaftsbildung aus Sicht der Gläubigen. Wichtig ist es für Bischof Felix Gmür über diese Wahrnehmungen der Gläubigen dann auch mit Seelsorgerinnen und Seelsorger zu diskutieren.

Der neue Vorstand des Seelsorgerates wird sich im Sommer treffen, um über die Arbeitsweise des Rates und des Vorstandes zu reflektieren. Jetzt ist aber erst einmal Sommerpause angesagt!

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