Bistum Basel
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Kirchenberufe: die Chance schnuppern!

Die Kampagne «Chance Kirchenberufe» macht mit Schnupperangeboten auf die Vielfalt der kirchlichen Berufswelt neugierig. Zum Start des neuen Kampagnenschwerpunkts stellten gestern an einer Medienkonferenz in Zürich die Dekane der Katholischen Theologischen Fakultäten in der Schweiz erstmals gemeinsam ihr vielfältiges Bildungsangebot vor.
 
Die katholische Kirche geht neue Wege: Interessierte können im Rahmen von Schnupperangeboten herausfinden, ob für sie zum Beispiel eine Tätigkeit als Seelsorgerin, als Pastoralassistent, als Religionspädagogin oder als Priester in Frage kommt. «Die Schnupperangebote richten sich insbesondere an erfahrene Berufsleute, die nach neuen Perspektiven suchen», erklärte Kampagnenleiter und Bischofsvikar Ruedi Heim an einer Pressekonferenz am 14. Mai in Zürich. Begleitend vermittelt ab Mitte Mai eine weitere Porträt-Serie in öffentlichen Verkehrsmitteln die Faszination der kirchlichen Berufe einem breiten Publikum.
 
Chancen für Quereinsteigende – auch an den Universitäten
Wer auf den Geschmack kommt und sich für den Einstieg in die Welt der Kirchenberufe entscheidet, kann auf das breitgefächerte Bildungsangebot der Theologischen Fakultäten in Chur, Freiburg und Luzern bauen. Diese bieten nicht nur vielen jungen Studenten eine qualitativ hochstehende akademische Ausbildung in verschiedenen theologischen Disziplinen. Mit innovativen Angeboten sorgen sie zudem dafür, dass der Weg zum Kirchenberuf auch für erfahrene Berufsleute offensteht.
 
Gemäss Markus Ries, Dekan der Theologischen Fakultät in Luzern, findet in der Theologie derzeit
eine «didaktische Wende weg von der reinen Inhaltsvermittlung hin zum Kompetenzerwerb» statt.
Mit dem im Herbst 2013 eingeführten theologischen Fernstudiengang zeigt Luzern auch, wie die
Anpassung an die sich ändernden Berufs- und Bildungsbedürfnisse in der Praxis gelingen kann:
Über 30 Neustudierende nutzen dieses im deutschsprachigen Raum einmalige Angebot zum
berufsbegleitenden Theologiestudium.
 
Laut Eva-Maria Faber, Professorin und Rektorin an der Theologischen Hochschule Chur, spielt bei
vielen Quereinsteigenden die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Beruf eine entscheidende Rolle:
«Einige entscheiden sich aus dezidiert ethischen Gründen für ein Theologiestudium, wünschen
sich vor allem einen Beruf, der mit Menschen zu tun hat und in dem man sich für den Glauben
engagieren kann.»
 
Auch Franz Mali, Dekan der theologischen Fakultät in Fribourg, setzt auf eine weitere Öffnung der
Theologie für die breite Öffentlichkeit. Mali denkt dabei nicht nur an den Ausbau der CASStudiengänge und anderer Weiterbildungsangebote. Ebenso wichtig ist für ihn eine Verstärkung der ökumenischen, interdisziplinären und interreligiösen Zusammenarbeit sowie des
gesellschaftlichen Engagements der Theologie.
 
Anmeldung für Schnupperangebote über www.chance-kirchenberufe.ch
Die Anmeldung zu den Schnupperangeboten ist über die Website www.chance-kirchenberufe.ch
möglich. Ziel der von den Deutschschweizer Bistümern und den Landeskirchen getragenen
Kampagne ist es, die vielfältigen kirchlichen Berufsmöglichkeiten bekannt zu machen.

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