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Medienkonferenz: Alterssuizid als Herausforderung

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In der Schweiz sterben jährlich 1300 Menschen durch Suizid - das sind drei bis vier pro Tag. Zunehmend erfolgt dies durch die Dienste von Sterbeorganisationen, und in wachsender Zahl sind Menschen über dem Pensionsalter betroffen.

Bischof Felix Gmür äusserte sich an der Medienkonferenz vom 1. Juli 2016 mit deutlichen Worten gegen den organisierten Tod. "Unsere Gesellschaft tendiert dazu, das Leben auf den ökonomischen Nutzen zu reduzieren und vermeintlich belastendes Leben zu eliminieren – sei dies vorgeburtlich durch Prämimplantationsdiagnostik oder im Alter und bei schwerer Krankheit durch Suizid," so Bischof Felix. Es dürfe nicht sein, dass Suizid zum Ausdruck sozialer Verantwortung werde, wenn Menschen ihre Produktivität verlieren. Das Leben sei ein Geschenk und kostbar bis am Schluss. "Die gesellschaftliche Normierung des Suizids kommt einer Banalisierung des Lebens gleich. Ein guter Tod ist nicht an Suizid gebunden. Alte, kranke und gebrechliche Menschen sind wertvoll und deren Achtung Ausdruck einer Gesellschaft des Lebens - anstelle einer Gesellschaft des Todes."

Mit einer Studie und Broschüre (D/F) der Nationalkommission Justitia et Pax will die Kirche den öffentlichen Diskurs über Autonomie, Gebrechlichkeit, Sterben und Suizidhilfe erweitern.

Justitia et Pax: "Alterssuizid als Herausforderung"
Justitia et Pax: "Le suicide des aînés : un défi"
1. Juli 2016: Medienmitteilung

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