Bistum Basel
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PEP im Dialog – Seelsorgende aus St. Urs treffen den Bischof

Seit einiger Zeit ist es etwas ruhiger um die Pfarrei-Initiative geworden. Im Bistum Basel führte Bischof Felix vergangenes Jahr mit seinen Mitarbeitenden fünf Themenhalbtage durch, um zu sehen, wo inhaltliche Klärungen nötig sind und wie man gemeinsam vorgehen kann. Zehn Delegierte aus den fünf Themenhalbtagen einigten sich anschliessend mit dem Bischof auf die weiteren Schritte (Offener Brief des Diözesanbischofs an die Gläubigen und das Seelsorgepersonal im Bistum Basel vom 22. Mai 2013 ). Für den Bischof ist der Austausch mit seinen Mitarbeitenden entscheidend. Damit werden Vertrauen und Verbindlichkeit gestärkt. Als Teil des Prozesses „PEP im Dialog“ finden nun solche Treffen in den Bistumsregionen statt.

Geschiedenenpastoral als brennendes Thema

Für den deutschsprachigen Teil machte die Bistumsregion St. Urs am vergangenen Freitag den Anfang. Unter der Leitung des Regionalverantwortlichen, Tobias Fontein, fand ein Austausch zwischen den Seelsorgenden und dem Bischof statt. Die Themen waren die Taufpastoral, die sonntägliche Eucharistiefeier, das Sakrament der Busse/Versöhnung und die Geschiedenenpastoral. Letztere bot am meisten Diskussionsstoff, weil dort die Diskrepanz zwischen Lehre und Praxis am meisten sichtbar wurde. Bischof Felix Gmür konnte aber aufzeigen, dass gerade dieses Thema auch in anderen Diözesen und in Rom für Diskussionsstoff sorgt. Es kann also durchaus sein, dass sich hier, auch durch die zwei Synoden in Rom, vielleicht neue Möglichkeiten auftun. Es brauche nicht nur eine Theologie des Scheiterns, sondern auch eine Theologie des Neuaufbruchs, meinte der Bischof von Basel. Letztlich geht es, so eine Seelsorgerin, um eine neue Theologie der Versöhnung.

Auffangbecken für viele

Bei der Taufpastoral wurde sichtbar, wie vielfältig die Lebenswirklichkeiten der Gläubigen sind. Für viele ist die Taufe eine Geburtsfeier und weniger die sakramentale Aufnahme in die konkrete Kirche. Die Seelsorgenden befinden sich oft in einer schwierigen Lage und müssen gleichzeitig ganz verschiedene Wünsche und Ansprüche unter einen Hut bringen. So ist die Kirche für viele ein Auffangbecken. Manchmal ist es wichtig und richtig, auch Nein zu sagen. Denn alles können und müssen die Seelsorgenden nicht erfüllen.

Sowohl der Bischof als auch die Seelsorgenden waren froh über den Austausch. Der Dialog mit den Mitarbeitenden wird weitergeführt, denn im gemeinsamen Gespräch kann das gegenseitige Vertrauen am besten wachsen.

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