Bistum Basel
Artikel im Warenkorb hinzugefügt
Warenkorb anzeigen

Vernetzung bringt reiche(re) Frucht

Diakoniebroschüre Vier der sechs Autorinnen und Autoren, die an der Broschüre «Brennpunkt Diakonie» mitgewirkt haben (von links): Martina Helfenstein, Markus Schmid, Urs Brunner und Sarah Biotti

Die Gesellschaft anerkennt die diakonischen Angebote der Kirche – aber die Kirche muss sich stärker in der Gesellschaft vernetzen, um wahrgenommen zu werden. Eine neue Broschüre aus dem Bistum Basel erklärt, was heute den Dienst am Nächsten ausmacht.

Das Heft «Brennpunkt Diakonie» gibt einen Überblick über die ganze Bandbreite der Diakonie. Es erklärt deren biblische Wurzeln ebenso wie es die kirchliche soziale Arbeit heute zusammenfasst. «Damit alle vom Gleichen reden und ein ähnliches Verständnis von diakonischer Arbeit haben», erklärt Sarah Biotti. «Dann gewinnen die Menschen, die unsere Unterstützung brauchen. Das ist es, was zählt. Sarah Biotti ist Bereichsleiterin Diakonie in der Fachstelle der beiden Basler Landeskirchen und Präsidentin der Diözesanen Diakoniekommission, der DDK. Die DDK gibt die neue Broschüre heraus. Sie bezieht sich dabei auch auf den Pastoralen Entwicklungsplan des Bistums Basel, der Diakonie als einen der vier pastoralen Schwerpunkte bezeichnet.

Die Kirche kann als nicht mehr selbstverständliche gesellschaftliche Grösse oft nicht mehr allein handeln. «Vernetztes Arbeiten wird in Zukunft noch wichtiger werden. Gute Vernetzung bringt gemeinsame Früchte hervor», schreibt Bischof Felix Gmür im Vorwort von «Brennpunkt Diakonie». Urs Brunner, Pastoralverantwortlicher des Bistums, unterstrich diese Aussage an der Jahrestagung der Diakoniekommission am Montag (13. Juni 2016) in Luzern, die den Titel «Kraft von Netzwerken» trug: «Viele Initiativen entstehen heute in Netzwerken. Auch die Kirche kann darin mehr Wirkkraft entfalten.» Die Kirche müsse nicht alles selbst machen», findet Brunner, «sondern kann sich auch dort einbringen, wo Neues entsteht».

Eine offene Kirche erleben

Vernetzung ist ein Stichwort, das die diakonische Arbeit im Alltag verändert hat und inzwischen prägt. Ein Beispiel dafür, das an der Tagung vorgestellt wurde, ist die Genossenschaft «Zeitgut» in Luzern (www.zeitgut.org), in die sich die katholische Kirche der Stadt Luzern als strategische Partnerin einbringt. «Zeitgut» baut in Stadtteilen oder Gemeinden Gruppen von Leuten auf, die sich gegenseitig Nachbarschaftshilfe leisten. Die Partnerschaft mit der Kirche zeigt hier noch eine andere Wirkung, wie Geschäftsleiterin Regula Schärli am Rand erwähnte: «Viele unserer Genossenschafter sind der Kirche gegenüber kritisch eingestellt. Sie erleben sie hier aber offen und fortschrittlich.» Christian Vogt, Bereichsleiter Sozialdiakonie und Offene Jugendarbeit der Kirchgemeinde Luzern, findet: «Es muss nicht überall Kirche drauf stehen, wo Kirche drin ist.»

Dazu passt, was Markus Schmid, Leiter der Fachstelle Diakonie der Aargauer Landeskirche und Caritas Aargau, in der Broschüre schreibt: Es sei aufgrund von Befragungen und Untersuchungen zu vermuten, dass viele Kirchendistanzierte Mitglieder der Kirche blieben, weil sich diese diakonisch engagiert. Aber auch die kirchentreuen Christinnen und Christen erwarteten dies. Woraus Schmid folgert: «Es ist also auch Marketing angesagt. Das diakonische Tun gehört zum Profil der Kirche, auch im Bistum Basel.»

Das Web ergänzt die Broschüre

Die Broschüre «Brennpunkt Diakonie« richtet sich an drei Gruppen:

  • Sozialarbeitende, die in der Kirche arbeiten: «Neuen Mitarbeitenden wird der Einstieg erleichtert, langjährige Sozialarbeitende finden Anregungen zur Einbettung ihres Berufes in der Kirche vor Ort.»
  • Anstellende Behörden, die auch für das Ressort Diakonie zuständig sind: «Gute Arbeitsbedingungen können so geschaffen werden.»
  • Theologinnen und Theologen: «Sie sind immer auch diakonisch tätig sind. Es ist gut, voneinander und den verschiedenen Arbeitsinhalten zu wissen.»

Auf der Website www.diakonie-bistum-basel.ch sind zusätzliche Materialien verfügbar. Die Diakoniekommission ruft dazu auf, bewährte Materialien und Hilfsmittel aus dem eigenen Umfeld ebenfalls zur Verfügung zu stellen. «Wir sind auf Mithilfe angewiesen, damit die Plattform besser wird», sagt Urs Brunner. Ansprechperson ist Kommissionspräsidentin Sarah Biotti (care@katholisch.me).

 

«Brennpunkt Diakonie. Aspekte zur Sozialen Arbeit in der Kirche», Broschüre der Diakoniekommission des Bistums Basel, 2016, 20 Seiten, illustriert. Alle Pfarreien des Bistums erhalten diesen Sommer je drei Exemplare. Weitere Interessierte können sie beziehen bei: Bischöfliches Ordinariat, Druck und Versand, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, versand@bistum-basel.ch; Preis Fr. 10.-, kostenlose elektronische Version unter www.diakonie-bistum-basel.ch

 

 

 

Fotos

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat / Evêché
Baselstrasse 58
4501 Solothurn
Tel. (Zentrale) : 032 625 58 25
Fax : 032 625 58 45