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Weltjugendtag: Glauben in Frieden teilen

Weltjugendtag 2016: Teilnehmende aus der Region Solothurn Weltjugendtag 2016: Teilnehmende aus der Region Solothurn

Vom 26. bis 31. Juli platzte das hippe Krakau aus allen Nähten: Zwei Millionen junge Menschen aus 187 Ländern folgten der Einladung des Papstes zum 31. Weltjugendtag in die zweitgrösste Stadt Polens – darunter auch Luca (20), Marisa (18) und Flurina (16) aus Oberdorf (SO). Im Interview erzählen sie, wie sie diese besonderen Tage erlebt haben.

Interview: Anouk Hiedl

Marisa, Flurina und Luca, warum seid Ihr Ende Juli 2016 zum Weltjugendtag (WJT) nach Polen gereist?
Marisa und Flurina: Wir wollten mit Jugendlichen von überall her unseren Glauben teilen und erleben, wie es ist, wenn viele Menschen aus verschiedenen Nationen zusammenkommen.
Luca: Ich bin nach Krakau gereist, um einmal in den Genuss der magischen WJT-Stimmung zu kommen. Ein weiterer Grund war, dass wir im Ministrantenteam bereits 2013 mit einem Auge nach Rio geschielt haben. 

Was waren Eure ersten Eindrücke in Krakau?
Flurina: Einer meiner ersten Eindrücke war am Bahnhof in Krakau. Es waren Jugendliche aus der ganzen Welt dort, sie haben zusammen gesungen und gelacht.
Marisa: Viele Jugendliche sind in der ganzen Stadt umhergelaufen, haben gesungen und eine riesige ansteckende Freude gezeigt.
Luca: Meine ersten Eindrücke stammen aus Myslowice, dem Ort, den wir nach fast 20 Stunden Carfahrt erreicht haben und der für die Woche unser Ausgangspunkt war. Der erste wirklich eindrückliche Moment, absolut im positiven Sinn, war das Kennenlernen der Gastfamilie.

Wie war die Stimmung am WJT?
Luca: Die Stimmung war oft ziemlich ausgelassen. Allen voran sangen und tanzten die südlandischen Teilnehmer z. B. auf dem Campus Mysericordie praktisch die ganze Nacht durch. Für Begegnungen entpuppte sich die wenig geschätzte, zweistündige Zugfahrt von Myslowice nach Krakau als optimal, da man sich in den oft (über-)vollen Zügen praktisch auf dem Schoss sass. 
Marisa und Flurina: Die allgemeine Stimmung war super! Alle waren sehr fröhlich, locker und hilfsbereit.

Wie war der Austausch mit anderen Jugendlichen?
Marisa: Der Austausch war sehr lustig, aber eher kurz. Manchmal hat eine Gruppe ein Lied zu singen begonnen und andere Jugendliche haben eingesetzt und mitgesungen. Das hat sehr viel Spass gemacht.
Luca: Auf einer Zugfahrt habe ich eine Gruppe aus Kolumbien getroffen. Wir haben uns am Anfang ein wenig unterhalten und kennengelernt und danach gemeinsam einen Rosenkranz gebetet, bei dem wir jeweils einen Teil auf spanisch und den anderen auf deutsch sprachen. Auf anderen Fahrten habe ich mit Menschen aus aller Welt Bekanntschaft geschlossen. 
Flurina: Meistens fragte man sich, von welchem Land man kommt, oder man gab sich „high fives“, wenn man sich entgegenkam.

Was habt Ihr gelernt?
Flurina: Ich habe mit vielen Jugendlichen aus der ganzen Welt kurz gesprochen, das war sehr interessant.
Marisa: Ich habe sehr viel über die Lebensweise von Jugendlichen aus aller Welt erfahren.

Was hat Euch am meisten beeindruckt?
Marisa: Die grosse Anzahl von jungen Menschen, die zum WJT nach Krakau gekommen sind und voller Stolz ihren christlichen Glauben leben. In einer Zeit, in der die ganze Welt Angst vor Terroranschlägen hat, war es möglich, dass sich junge Menschen von überall her hier treffen und in Frieden miteinander umgehen.
Flurina: Die vielen, vielen Jugendlichen, die aus demselben Grund nach Krakau kamen, und wie offen und hilfsbereit die Leute waren. Dass Menschen so friedlich miteinander Zeit verbringen können, hat mich sehr gefreut.

Wie habt Ihr den Papst erlebt?
Marisa und Flurina: Leider haben wir den Papst nie direkt gesehen oder waren auf einem der Felder, als er dort war. Wir haben ihn jedoch auf den Screens gesehen und gehört.

Hat der WJT Euren Glauben geprägt oder verändert?
Flurina: Ja. Mir ist bewusst worden, wie viele Jugendliche aus der ganzen Welt an dasselbe glauben wie ich und dass sie zu ihrem Glauben stehen. Insbesondere über den katholischen Glauben habe ich in dieser Woche viel Neues dazugelernt.
Marisa: Ja. Ich haben erleben können, dass ich mit meinem Glauben ganz und gar nicht alleine bin, dass so viele junge Menschen aus der ganzen Welt den gleichen Glauben haben und leben. Während dieser Woche habe ich auch viel über unseren Glauben gelernt und fühle mich deshalb jetzt etwas näher an dem, was unser Glaube bedeutet.

Last, but not least, „Euer“ Weltjugendtag in einem Satz?
Marisa: Mein WJT war ein einzigartiges Erlebnis, das mich in vielen Bereichen weitergebracht hat.
Flurina: Der Weltjugendtag war sehr erlebnisreich.

Website zum Weltjugendtag 2016: www.wjt.ch

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