Bistum Basel
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Pastoralräume

Mehrere Pfarreien zusammen bilden einen Pastoralraum. Darin arbeiten die Seelsorger/-innen nach einem gemeinsamen Pastoralkonzept. Diese Strukturebene ist im Aufbau, von den 103 vorgesehenen Pastoralräumen sind aktuell 49 errichtet.

Errichtete Pastoralräume

Bistumsregion St. Urs

Bistumskanton Aargau

  • AG 1 – Region Aarau
  • AG 4 – Region Lenzburg
  • AG 6 – Rohrdorferberg
  • AG 11 – Mutschellen
  • AG 15 – Bremgarten-Reusstal
  • AG 16 - Region Brugg Windisch
  • AG 23 – Muri AG und Umgebung

Bistumskanton Basel-Landschaft

  • BL 5 – Allschwil-Schönenbuch
  • BL 10 - Hardwald am Rhy

Bistumskanton Basel-Stadt

  • BS 2 – Grossbasel Ost
  • BS 3 – Kleinbasel-Riehen-Bettingen

Bistumsregion St. Verena

Bistumskanton Bern

  • BE 1 – Biel-Pieterlen
  • BE 3 - Emmental
  • BE 4 - Oberaargau
  • BE 5 – Bern Oberland
  • BE 6 – Bern Nord
  • BE 7 – Bern Ost
  • BE 8 – Bern Südwest
  • BE 9 – Bern Süd
  • BE 10 – Bern Zentrum

Bistumskanton Jura

Der Kanton Jura bildet zusammen mit dem Berner Jura und dem französischsprachigen röm.-kath. Teil der Stadt Biel den französischsprachigen Teil des Bistums Basel genannt Jura pastoral.

Unités pastorales

Bistumskanton Solothurn

  • SO 1 - Dünnernthal
  • SO 2  - St. Wolfgang im Thal
  • SO 3 - Gäu
  • SO 5 - Solothurnisches Leimental
  • SO 7 - Thierstein
  • SO 8 - Niederamt
  • SO 10 - Gösgen
  • SO 14 - Mittlerer Leberberg

Bistumsregion St. Viktor

Bistumskanton Luzern

  • LU1 - Unteres Entlebuch
  • LU 3 – Mittleres Entlebuch
  • LU 8 – Baldeggersee
  • LU 9 - Meggerwald Pfarreien
  • LU 10 - Rontal
  • LU 11 – Luzerner Seepfarreien
  • LU 12 – Horw
  • LU 13 – Kriens
  • LU 15 - Emmen-Rothenburg
  • LU 16 – Malters-Schwarzenberg
  • LU 17 – Luzern-Stadt
  • LU 22 – Hürntal

Bistumskanton Schaffhausen

  • SH 1 – Neuhausen-Hallau
  • SH 2 - Schaffhausen-Reiat

Bistumskanton Thurgau

  • TG 3 - Region Altnau
  • TG 7 – Bischofsberg
  • TG 9 – Tannzapfenland
  • TG 12 – Frauenfeld

Bistumskanton Zug

  • ZG 1 – Zug-Walchwil
  • ZG 2 – Zug Berg
  • ZG 5 – Zugersee Südwest

Veränderte Anforderungen an die Pastoral
Die Errichtung von Pastoralräumen ergibt sich aus den Erkenntnissen des Pastoralen Entwicklungsplans (PEP) des Bistums Basel. Gesellschaftliche Entwicklungen stellen andere, z. T. neuartige Anforderungen an die Pastoral.

  • Die Gesellschaft ist komplexer und vielfältiger geworden: Die Pastoral muss sich darauf ausrichten und wird selber komplexer und vielfältiger.
  • Die pastorale Grundausrichtung hat sich tief greifend geändert: Es geht weniger um die Begleitung gesellschaftlich gelebter Christlichkeit, in der die Sakramentenspendung ein zentrales Moment ist. Es geht darum, den Glauben erst ins Spiel zu bringen. Die Evangelisierung wird zum zentralen Moment.
  • Das kirchliche Personal muss sich auf die veränderte Grundausrichtung einstellen.
  • Um eine entsprechende Pastoral entwickeln zu können, braucht es auch strukturelle Veränderungen. In der komplexeren Situation braucht es grössere Organisationsräume. Konzeptarbeit, Arbeitsteilung und Schwerpunktbildung sind nötig und damit verbunden mehr Koordination und Leitung. Der Bischof hat deshalb beschlossen, das Bistum in Pastoralräume zu gliedern.

Warum werden Pastoralräume errichtet?
Zur Notwendigkeit der Errichtung von Pastoralräumen (PEP, Leitsatz 4.3.1): «Eine Pastoral, die nötig ist, um den Glauben in einer ausdifferenzierten Gesellschaft ins Spiel zu bringen, übersteigt oft die Möglichkeiten der heutigen Pfarreien. Sie bedingt ein Denken für das grössere Ganze und benötigt pfarreiübergreifende Konzepte, damit die verschiedenen pastoralen Tätigkeiten zusammenwirken und auch unter den Pfarreien Schwerpunkte gebildet werden können. Die Pastoral muss deshalb in grösseren Organisationsräumen gestaltet werden. Wir nennen sie Pastoralräume. Dabei geht es nicht darum, pastorale Aktivitäten aus dem Nahraum zu entfernen, sondern es geht darum, auf vielfältigere Weise Menschen nahe sein zu können. Wir gehen davon aus, dass sich in grösseren Räumen die pastoralen Aufgaben und die Leitungsfunktionen besser auf das verfügbare Personal und seine Fähigkeiten aufteilen lassen. Die Bildung von Pastoralräumen ist ein Prozess. Er wird in Zusammenarbeit mit den Dekanaten, den Pfarreien und den zuständigen staatskirchenrechtlichen Instanzen vom Bistum angegangen.»

Pastoralräume: eine Weiterentwicklung
Die Pastoralräume sind eine Weiterentwicklung der bisherigen Seelsorgeverbände. Mehrere Pfarreien arbeiten verbindlich und auf Dauer zusammen. Grundlagen sind das gemeinsame Pastoralraumkonzept und das Statut des Pastoralraumes. Beide Dokumente gehen von der Pastoral aus, wie sie im PEP vorgegeben ist. Grundlegende pastorale Aufgaben, situationsgerechte Schwerpunkte und Profilangebote werden im Pastoralkonzept festgelegt. Es muss auch bestimmt werden, auf welcher Ebene die Aufgaben wahrgenommen werden. Die Pastoralkonzepte sind ein erster entscheidender Schritt der Umsetzung des PEP.

Das pastorale Personal arbeitet zusammen und hat in seinem Dienst die Mitverantwortung für das Ganze im Blick. Aus dieser Perspektive nehmen die Personen ihre besonderen Verantwortungen wahr. Pastoralräume ermöglichen einen Personaleinsatz, der der pastoralen Situation und den Fähigkeiten der Personen besser gerecht werden kann.

Die Kirchgemeinden vereinbaren eine auf Dauer errichtete Organisationsform auf Ebene Pastoralraum, damit die Pastoral optimal umgesetzt werden kann.

Die Kirche vertraut, dass Gottes Geist in ihr wirkt. Pastorale Planung ist deshalb immer auch ein spiritueller Prozess. Im Bewusstsein, dass Gottes Geist selbst präsent ist, kann die Errichtung der Pastoralräume zuversichtlich weitergeführt werden.

Der Richtplan, der alle Pastoralräume des Bistums umschreibt, ist 2009 vom Bischof in Kraft gesetzt worden.

Pastoralraum als Projekt
Die Errichtung eines Pastoralraumes wird als Projekt gestaltet. Alle nötigen Unterlagen liegen in einem Dossier vor. Nach den Vorabklärungen gibt die Bistumsregionalleitung grünes Licht zum Start eines Projektes. Pastoralraumkonzept, Pastoralraumstatut und Vereinbarungen zur Zusammenarbeit unter den Kirchgemeinden werden erarbeitet. Nach Prüfung der Konzepte errichtet der Bischof den Pastoralraum und setzt das Personal ein. Die Erarbeitung des Pastoralkonzeptes gibt Gelegenheit zu einer gründlichen Überprüfung der Pastoral und zu ihrer Ausrichtung auf die heutigen Notwendigkeiten. Wegweisend ist dabei der PEP.

Für eine erste Phase hat das Bistum vier PEP-Schwerpunkte gewählt, die besonders zu berücksichtigen sind:

  • Die Förderung und strukturelle Verankerung der Diakonie
  • Erwachsene situationsbezogen ansprechen, im Leben und Glauben begleiten, stärken und bilden
  • Die Pastoral der Initiationssakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung) für Kinder und Jugendliche als differenzierten Weg gestalten, der zum Geheimnis Gottes hinführt
  • Gemeinschaften entwickeln, bilden und vernetzen, welche Elemente des Glaubens sichtbar leben

Im Pastoralkonzept des Pastoralraumes wird festgelegt, wie die pastoralen Grundvollzüge (Verkündigung, Liturgie, Diakonie) gelebt werden, was für besondere Schwerpunkte zu setzen sind, welche Stärken weiter gepflegt und welche Tätigkeiten nicht mehr weitergeführt werden.
In den errichteten Pastoralräumen werden die Pastoralkonzepte im Alltag umgesetzt und weiter entwickelt. Die Entwicklung der Pastoral in der Perspektive der neuen Notwendigkeiten ist ein längerfristiger Entwicklungsprozess.

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Bischöfliches Ordinariat / Evêché
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