Bistum Basel
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Pastoraler Entwicklungsplan

Das Grundanliegen des Pastoralen Entwicklungsplans (PEP) ist die Entwicklung einer Pastoral, die den Menschen unserer Zeit entge­gen kommt. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist komplexer als vor einigen Jahr­zehnten. Die Pastoral ist auf diese sich verändernde Gesellschaft auszurichten. Der PEP umschreibt, welche Grundhaltungen, Ausrichtungen und Inhalte die Pastoral prägen sollten, damit das Evangelium gehört wird: "Pastoral ist das organisierte Handeln der Kirche, durch das sie ihren Auftrag zu erfüllen sucht, für das Leben im umfassenden Sinn einzustehen und es zu fördern." (PEP, S. 5)
 
Die pastorale Grundaufgabe hat sich tiefgreifend verändert: Die Evangelisierung wird zentraler als die Begleitung gesellschaftlich gelebter Christlichkeit - der Glaube rückt in den Fokus. Der PEP fasst diese veränderte Aufgabe in der Grundperspektive "Den Glauben ins Spiel bringen" zusammen und hält sie in den folgenden Hauptleitsätzen fest:
 
  • In der Welt von heute Kirche sein
  • Uns von Gott erfüllen und leiten lassen
  • Uns in die Sorge Gottes für die Welt hineinnehmen lassen
  • Personal, Strukturen und Mittel auf die Pastoral ausrichten

Kerndokument und Leitsätze


1. Etappe: Konzeptionelle Grundlagen erarbeiten

Am 1. Oktober 2006 abgeschlossen, als Bischof Kurt Koch den PEP in Kraft setzte.

2. Etappe: Strukturelle Voraussetzungen schaffen

Eine Pastoral, die den Glauben in einer ausdifferenzierten Gesellschaft ins Spiel bringen kann, bedingt ein Denken für das grössere Ganze. Sie benötigt grössere Organisationsräume. Der Bischof hat deshalb beschlossen, das Bistum Basel in Pastoralräume zu gliedern. Der Richtplan, der alle Pastoralräume des Bistums umschreibt, ist im November 2009 von Bischof Kurt in Kraft gesetzt worden. Die Pastoralräume sollen bis 2016 errichtet sein.

Die Errichtung jedes Pastoralraums wird als Projekt gestaltet. Alle Unterlagen liegen in einem Dossier vor. Nach den Vorabklärungen gibt die Bistumsregionalleitung grünes Licht zum Projektstart. Pastoralraumkonzept, -statut und Vereinbarungen zur Zusammenarbeit unter den Kirchgemeinden werden erarbeitet. Nach der Konzeptprüfung errichtet der Bischof den Pastoralraum und setzt das Personal ein.

Die Erarbeitung des Pastoralkonzepts gibt Gelegenheit zu einer gründlichen Überprüfung der Pastoral und zu ihrer Ausrichtung auf die heutigen Notwendigkeiten. Wegweisend ist dabei der PEP, wobei in einer ersten Phase vier Schwerpunkte besonders zu berücksichtigen sind:

  • Förderung und strukturelle Verankerung der Diakonie
  • Erwachsene situationsbezogen ansprechen, im Leben und Glauben begleiten, stärken und bilden
  • Pastoral der Initiationssakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung) für Kinder und Jugendliche als differenzierten Weg gestalten, der zum Geheimnis Gottes hinführt
  • Gemeinschaften entwickeln, bilden und vernetzen, welche Elemente des Glaubens sichtbar leben

Das Pastoralkonzept des Pastoralraums legt fest, wie die pastoralen Grundvollzüge (Verkündigung, Liturgie, Diakonie) gelebt werden, welche besonderen Schwerpunkte zu setzen sind, welche Stärken weiter gepflegt und welche Tätigkeiten nicht mehr weitergeführt werden.

3. Etappe: Pastoralkonzepte umsetzen

Die errichteten Pastoralräume setzen ihre Pastoralkonzepte im Alltag um und entwickeln sie weiter. Dies sind entscheidende Schritte in der Umsetzung des PEP - einem längerfristigen Prozess, den Bischof Felix weiterführt.

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Bischöfliches Ordinariat / Evêché
Baselstrasse 58
4501 Solothurn
Tel. (Zentrale) : 032 625 58 25
Fax : 032 625 58 45