Bistum Basel
Artikel im Warenkorb hinzugefügt
Warenkorb anzeigen

Pastoraler Entwicklungsplan

1. Grundanliegen des Pastoralen Entwicklungsplans (PEP)

Das Grundanliegen des PEP ist die Entwicklung einer Pastoral ('Pastoral ist das organisierte Handeln der Kirche, durch das sie ihren Auftrag zu erfüllen sucht, für das Leben im umfassenden Sinn einzustehen und es zu fördern.‘ - cf. PEP Seite 5), die den Menschen unserer Zeit entge­gen kommt. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist komplexer als vor einigen Jahr­zehnten. Die Pastoral ist auf diese sich verändernde Gesellschaft auszurichten.

Der PEP umschreibt, welche Grundhaltungen, Ausrichtungen und Inhalte die Pastoral prägen sollten, damit das Evangelium gehört wird.

Dabei stellen wir fest, dass sich die pastorale Grundaufgabe tiefgreifend geändert hat: Es geht viel weniger um die Begleitung gesellschaftlich gelebter Christlichkeit. Die Evangelisierung wird zum zentralen Moment;  der Glaube muss überhaupt erst ins Spiel gebracht werden.

Diese veränderte Aufgabe ist zusammengefasst in der Grundperspektive des PEP:

‚Den Glauben ins Spiel bringen‘. Sie wird ausgefaltet in vier Hauptleitsätzen:

  1. In der Welt von heute Kirche sein
  2. Uns von Gott erfüllen und leiten lassen
  3. Uns in die Sorge Gottes für die Welt hineinnehmen lassen
  4. Personal, Strukturen und Mittel auf die Pastoral ausrichten

2. Die Etappen des PEP

2.1 Erarbeitung der konzeptionellen Grundlagen
Diese Etappe wurde abgeschlossen mit der Inkraftsetzung des Pastoralen Entwicklungsplans für das Bistum  Basel durch Bischof Dr. Kurt Koch am 1. Oktober 2006.

2.2 Schaffung der strukturellen Voraussetzungen für die Umsetzung und Erarbeitung der Pastoralkonzepte
Die Pastoral, die nötig ist, um den Glauben in einer ausdifferenzierten Gesellschaft ins Spiel zu bringen, bedingt ein Denken für das grössere Ganze und benötigt grössere Organisationsräume. Der Bischof hat deshalb beschlossen, das Bistum in Pastoralräume zu gliedern. Der Richtplan, der alle Pastoralräume des Bistums umschreibt, ist am Christkönigssonntag 2009 von Bischof Kurt in Kraft gesetzt worden. Die Pastoralräume sollen nun bis 2016 errichtet sein.

Die Errichtung eines Pastoralraumes wird als Projekt gestaltet. Alle nötigen Unterlagen liegen in einem Dossier vor. Nach den Vorabklärungen gibt die Bistumsregionalleitung grünes Licht zum Start eines Projektes. Pastoralraumkonzept, Pastoralraumstatut und Vereinbarungen zur Zusammenarbeit unter den Kirchgemeinden werden erarbeitet. Nach Prüfung der Konzepte errichtet der Bischof den Pastoralraum und setzt das Personal ein.


Die Erarbeitung des Pastoralkonzeptes gibt Gelegenheit zu einer gründlichen Überprüfung der Pastoral und zu ihrer Ausrichtung auf die heutigen Notwendigkeiten. Wegweisend ist dabei der PEP. Für eine erste Phase hat das Bistum aus dem PEP vier Schwerpunkte gewählt, welche besonders zu berücksichtigen sind:
- Die Förderung und strukturelle Verankerung der Diakonie
- Erwachsene situationsbezogen ansprechen, im Leben und Glauben begleiten, stärken und bilden
- Die Pastoral der Initiationssakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung) für Kinder und Jugendliche
  als differenzierten Weg gestalten, der zum Geheimnis Gottes hinführt
- Gemeinschaften entwickeln, bilden und vernetzen, welche Elemente des Glaubens sichtbar leben

Im Pastoralkonzept des Pastoralraumes wird festgelegt, wie die pastoralen Grundvollzüge (Verkündigung, Liturgie, Diakonie) gelebt werden, was für besondere Schwerpunkte zu setzen sind, welche Stärken weiter gepflegt und welche Tätigkeiten nicht mehr weitergeführt werden.

3. Etappe: Pastorale Umsetzung

In den errichteten Pastoralräumen werden die Pastoralkonzepte im Alltag umgesetzt und weiter entwickelt.

Die Entwicklung der Pastoral in der Perspektive der neuen Notwendigkeiten ist ein längerfristiger Entwicklungsprozess. Bischof Felix will diesen Prozess weiterführen. Die Pastoralraumkonzepte sind ein erster entscheidender Schritt der Umsetzung des PEP.

2011.09.28

Fotos

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat / Evêché
Baselstrasse 58
4501 Solothurn
Tel. (Zentrale) : 032 625 58 25
Fax : 032 625 58 45