Bistum Basel
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Sakramente und Lebensetappen

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung. Diese sind „Zeichen der Nähe Gottes“: Zeichenhandlungen, die zusammen mit Worten die Verbundenheit Gottes mit den Menschen in besonderer Weise zum Ausdruck bringen.

Die Sakramente können im christlichen und kirchlichen Leben als  „definierte Pausen der Erlösung“ bezeichnet werden. Glaubende halten in ihnen Ausschau nach dem erlösenden Gott, der sein Kommen schenkt. Er selbst hat diese Pausen „definiert“, um darin seine Ankunft zu ermöglichen. Den Glaubenden ist aufgetragen, diese Orte höchst aktiv in der Weise des Empfangens aufzusuchen: Empfangend, weil hier zuerst Gott der Handelnde ist, höchst aktiv, weil sein Wirken ganze Bereitschaft fordert und einlädt, das empfangene Leben weiterzutragen und wirken zu lassen (Eva-Maria Faber: Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2002, S. 162).

Von den Sakramenten der Kirche heisst es, dass sie Feier des Pascha-Mysteriums sind, „des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi, aus dem alle Sakramente und Sakramentalien ihre Kraft ableiten“ (Zweites Vatikanisches Konzil, „Sacrosanctum Concilium“, Art. 61). Sie sind „hingeordnet auf die Heiligung der Menschen, den Aufbau des Leibes Christi und schliesslich auf die Gott geschuldete Verehrung; als Zeichen haben sie auch die Aufgabe der Unterweisung“ (SC 59). In den als Sakramente bezeichneten liturgischen Vollzügen verdichtet sich die sakramentale Grundstruktur der Kirche. Die heutige liturgische Ordnung der Sakramentenfeier ist dabei das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem sich liturgische Praxis und theologische Reflexion gegenseitig beeinflussen.

Die Sakramente werden an zentralen Punkten des menschlichen Lebensweges gefeiert: Von der Geburt über das Erwachsenwerden bis hinein in Schuld, Krankheit und Tod erfahren Menschen in den Sakramenten die heilende und helfende Zuwendung Gottes. Sie bilden so eine Art Zeichensprache, in der sich Gott und Mensch verständigen – einen Dialog, in dem Gott kommt und zu uns spricht. Wir antworten und bekennen unseren Glauben.

Die Sakramente sind weit mehr als nur eine Symbolsprache. Sie bewirken allein durch den Vollzug aus sich heraus das, was sie bezeichnen: das Heil Gottes. Sie sind sichtbares, reales Zeichen der Gnade Gottes. So haben die Sakramente immer eine sichtbare und eine unsichtbare Seite: Einerseits kann man sie sehen, anfassen und riechen wie beispielsweise das Wasser, mit dem das Kind in der Taufe übergossen wird, oder das Brot und den Wein bei der Feier der Eucharistie. Zugleich ist in ihnen etwas Unsichtbares verborgen: Gott mit seiner bedingungslosen Liebe zu den Menschen. Durch die Sakramente verbündet er sich mit den Menschen – zu ihrem Heil.

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