Bistum Basel
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Taufe

Die Geburt eines Kindes ist ein Ereignis, das tiefe Gefühle auslöst, wo neues Leben erwacht und Menschen sich freuen. In die Freude mischen sich auch Hoffnungen, vielleicht auch Sorgen: Ist unser Kind gesund? Wie wird es sich entwickeln, wird es glücklich werden? Sind wir unserer Verantwortung als Erziehende gewachsen? Ein Kind – jedes Kind - bringt Veränderungen in die Lebensgewohnheiten.

Was bedeutet taufen?

Die Taufe

  • ist ein Sakrament - das heisst ein Zeichen der Nähe Gottes
  • will für das Kind ein Segen sein
  • drückt aus, dass Gott Ihr Kind liebt und es mit dem Namen ruft, den Sie ihm geben
  • ist die Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche
  • ist das Lebensprogramm für den Täufling, seine Eltern und Paten, Jesus Christus nachzufolgen

Aufnahme in die Gemeinschaft der weltweiten Kirche

Ihr Kind wird in der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Sie ist die Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben und an den Gott, den er uns verkündet hat. Der/die Getaufte geht seinen/ihren Weg mit Christus im Glauben nicht allein. Er/sie gehört zur Gemeinschaft des Gottesvolkes, zur Kirche. Das Sakrament der Taufe verbindet alle Schwestern und Brüder im Glauben zu einer Familie. Miteinander geben sie Zeugnis von ihrem Glauben, z. B. wenn sie miteinander Gottesdienst feiern oder in Solidarität füreinander da sind.

Dieses „Miteinander im Glauben“ wird in der Gemeinde Jesu am Ort, in der Pfarrei, am  unmittelbarsten sichtbar und spürbar. Darum ist der sinnvollste Ort der Taufe die Pfarrkirche. Niemand kann alleine Christ/-in sein - wir sind auf die Gemeinschaft von Glaubenden und auf die Kirche angewiesen. Der Täufling ist getragen vom Glauben der Pfarrei, des Bistums und der weltweiten Kirche.

Eltern als Vorbilder im Glauben

In der Taufe sagen Sie Ja zur Liebe und Gnade Gottes. Ein bewusstes Ja macht die Verpflichtungen, welche die Taufe eines Kindes mitbringt, nicht zur Last.

Vieles hängt davon ab, was es für Eltern bedeutet, Christ/-in zu sein. Ein Kind lebt nach, was ihm vorgelebt wird. Das Ja zur Taufe Ihres Kindes setzt voraus, dass Sie diesen Schritt aus ihrem Glauben heraus und in Verantwortung für Ihr Kind tun. Das bedeutet, dass Sie Ihr Kind in die Pfarreigemeinschaft hineinwachsen lassen und es auf seinem Lebens- und Glaubensweg begleiten:  zur Erstkommunion, zur Firmung und überall dorthin, wo es Fragen stellt über Gott und die Menschen - überall dorthin, wo wir aufgrund unseres Glaubens zum Handeln und Positionsbezug verpflichtet sind.

Taufpaten

In der Regel haben die Kinder einen oder zwei Paten verschiedenen Geschlechts. Diese sollen den Eltern bei der christlichen Erziehung des Kindes helfen und beistehen. Es geht also nicht darum, beim Geburtstag oder Tauftag etwas Schönes zu schenken. Das Patenamt ist eine geistliche Aufgabe, Pate/Patin bedeutet soviel wie „geistliche Mutter“ bzw.  „geistlicher Vater“.

Die Paten sollten bereit sein, den Lebensweg des Kindes zu teilen und ihren Glauben in Wort und Tat zu bezeugen. Bei Fragen des Lebens und Glaubens wird es dem Kind gut tun, eine/-n vertraute/-n Berater/-in an seiner Seite zu wissen.

Die Paten vertreten darüber hinaus die christliche Gemeinde. Früher war es so, dass die Gemeinde die Paten aus ihrer Mitte bestimmte – in manchen jungen Kirchen der Dritten Welt gibt es diese Praxis noch heute.

Die Paten sind damit auch Vertreter der Kirche. Es kann deshalb nur Pate/Patin sein, wer Mitglied der katholischen Kirche ist. Nicht katholische Paten werden im Taufbuch als "Zeugen" eingetragen.

Ökumenische Taufe?

Die eine Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes wird in einer konkreten Kirchengemeinschaft gespendet. Viele Konfessionen anerkennen gegenseitig diese eine Taufe. Mit dieser Taufe wird ihr Kind Mitglied einer Glaubensgemeinschaft und Kirche. Eine ökumenische Taufe gibt es daher nicht.

Eltern, die verschiedenen Konfessionen angehören, müssen sich entscheiden, in welcher christlichen Kirche sie ihr Kind beheimaten wollen. Diese Frage ist nicht leicht und muss vor der Taufe geklärt werden, z. B. im Gespräch mit dem/der Seelsorgenden.

Kindertaufe: ja oder nein?

Manche Eltern fragen sich bei der Entscheidung zur Taufe ihres Kindes: Behindern wir unser Kind später in seiner Freiheit? Sollen wir warten, bis das Kind später selber entscheiden kann?

Eltern treffen für ihr Kind viele Vorentscheidungen: Soll das Kind mehrsprachig aufwachsen? Welchen Arzt ziehen wir im Krankheitsfall bei? Welche Schule soll das Kind besuchen? Selbst Eltern können nicht alle Situationen ändern, in die ihr Kind hineingeboren wurde und in denen es aufwachsen soll.

Auch die Entscheidung für eine jetzige, spätere oder gar keine Taufe ist eine Vorentscheidung. Selbst wenn das Kind in der Taufe nicht selber aktiv werden kann, so zeigt die Kindertaufe doch, dass Gottes Liebe und Hinwendung zum Menschen vor allem menschlichen Wollen steht. Ihr Kind wird sich einmal in reifem Alter für ihr/sein Christsein entscheiden können. Durch die Taufe wird ihr/ihm diese Entscheidung später ermöglicht oder erleichtert. Die Taufe ist eine Entscheidung und ein Engagement der Eltern für das Kind.

Anmeldung

Für die Anmeldung zur Taufe Ihres Kindes wenden Sie sich bitte zuerst an den/die Seelsorgende/-n der Pfarrei, in der Sie wohnen. Diese/-r wird Sie informieren, wer tauft bzw. wo und wann die Taufe stattfinden kann.

Taufe: Besinnung und Anmeldung (Download)
Taufe: Besinnung und Anmeldung (Bestellung)

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Kontakt

Bischöfliches Ordinariat / Evêché
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