Bistum Basel
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Diakoniebegriffe

Der Grundauftrag der Kirche besteht darin, Zeugnis von Jesus Christus zu geben, seine Botschaft durch die Zeiten zu tragen und Raum für eine Begegnung mit Jesus Christus frei zu halten.

Der Auftrag umfasst vier Tätigkeitsfelder:

  • Verkündigung
  • Gottesdienst (Liturgie)
  • Dienst am Nächsten (Diakonie)
  • Gemeinschaft leben

Die vier Felder sind immer miteinander verbunden. Dienst am Nächsten ist auch Gottesdienst, und Verkündigung und schafft Gemeinschaft.

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" sagt die Bibel. Soziales Engagement, ist ein Pfeiler des christlichen Glaubens. Nächstenliebe ist zunächst das persönliche soziale Handeln der Gläubigen. Nächstenliebe ist auch ein organisiertes Handeln der Kirche. Dieses wird auch Diakonie genannt.

Dieser „Dienst am Menschen“ zeichnet sich durch Wertschätzung der Menschen, Solidarität und Anteilnahme aus. Das diakonische Engagement der Kirche hat zum Ziel, sowohl das Gemeinwohl zu fördern, als auch die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft zu ermöglichen. Im Zentrum steht das körperliche, geistige und seelische Wohl der Menschen und insbesondere sozial Benachteiligter.

Der Bereich der Diakonie kann weiter differenziert werden:

Die Soziale Arbeit im kirchlichen Umfeld ist ein Teil des Grundvollzuges der Diakonie. Sozialarbeitende der Pfarreien stellen auf der Grundlage der Option für Arme, Benachteiligte und Ausgegrenzte die Menschen und Gruppen mit ihren Sorgen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt und setzen sich ein für die Gleichheit und Würde aller.

Sie beraten und begleiten Einzelpersonen, Paare, Alleinerziehende, Familien und Gruppen bei der Bewältigung sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Sie sind behilflich rechtliche und finanzielle Fragen in den verschiedenen Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Freizeit zu lösen. Oft sind Sozialarbeitende bei der Kirche eine Anlaufstelle für Menschen in Krisen und Entscheidungsprozessen.

Zudem unterstützen Sozialarbeitende Gruppen in der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Sie nehmen deren Anliegen in die Arbeit der Pastoralräume und Pfarreien wie deren Umfeld auf. Sie fördern und begleiten z.B. Seniorengruppen, Besuchergruppen und die interkulturelle Arbeit mit Migrantinnen und Migranten.

Freiwillige stellen ihre Zeit und Arbeitskraft für einen Dienst im Auftrag der Kirche zur Verfügung. Sie besuchen z.B. Kranke, begleiten Sterbende, entlasten Familien, stehen Flüchtlingen bei, betreuen ein Hilfsprojekt. Viel soziales Engagement wird von kirchlichen Vereinen und Gruppierungen getragen (z.B. Arbeit mit Kindern oder Freizeitangebote für Senior/innen).

Freiwilligenarbeit wird unentgeltlich geleistet. Freiwilligenarbeit ergänzt und bereichert die bezahlte Arbeit, tritt aber nicht in Konkurrenz zu ihr. In der Freiwilligenarbeit wird von „institutioneller“ Freiwilligenarbeit gesprochen, dies bedeutet ein Engagement innerhalb einer Organisation, Institution, eines Heimes oder eines Vereins. „Informelle“ Freiwilligenarbeit wird nicht organisiert, spontan im Freundes- und Nachbarschaftskreis geleistet. Dazu gehört die Nachbarschaftshilfe ebenso wie die Unterstützung von Freunden und Angehörigen.

Diakonie ist zudem auch Teil der Seelsorge. Alle Pastoraltätigen sind immer auch diakonisch tätig.

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Bischöfliches Ordinariat / Evêché
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