Bistum Basel
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Verkündigung

Der Grundauftrag der Kirche besteht darin, Zeugnis von Jesus Christus zu geben, seine Botschaft durch die Zeiten zu tragen und Raum für eine Begegnung mit Jesus Christus frei zu halten. Der Auftrag kann in vier Tätigkeitsfelder ausgefaltet werden: Verkündigung, Gottesdienst (Liturgie), Dienst am Nächsten (Diakonie), Gemeinschaft leben. Die vier Felder  sind jedoch immer miteinander verbunden. Dienst am Nächsten ist auch Gottesdienst und Verkündigung und schafft Gemeinschaft.
Träger des Auftrages sind alle Getauften; Amtsträger sorgen dafür, dass die Tätigkeitsfelder bearbeitet werden.

Das, was Jesus wichtig war, seine Botschaft vom Reich Gottes,
das, was Jesus getan hat, seine Taten,
das, was Jesus erlebt und erlitten hat, sein Leben,
und was das alles für einen Sinn und eine Bedeutung für uns hat,
bringt die Kirche zur Sprache im Religionsunterricht, in der Erwachsenenbildung, bei der Vorbereitung und Feier der Sakramente, in der Predigt, in Kunst und indirekt durch ihr Handeln und Verhalten.

Gott ,,will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen" (1 Tim 2,4), das heisst zur Erkenntnis Jesu Christi [Vgl. Joh 14,6.]. Deshalb muss Christus allen Völkern und Menschen verkündet werden und die Offenbarung bis an die Grenzen der Erde gelangen.

,,Was Gott zum Heil aller Völker geoffenbart hatte, das sollte - so hat er in seiner grossen Güte verfügt - auf ewig unversehrt fortdauern und allen Geschlechtern weitergegeben werden". (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PP.HTM)
 
,,Christus, der Herr, in dem die ganze Offenbarung des höchsten Gottes sich vollendet, hat den Aposteln den Auftrag gegeben, das Evangelium, das, vordem durch die Propheten verheissen, er selbst erfüllt und mit eigenem Munde verkündet hat, als die Quelle aller heilsamen Wahrheit und Sittenlehre allen zu predigen und ihnen so göttliche Gaben mitzuteilen" (DV 7). (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PQ.HTM)
 
,,Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil. Demselben göttlichen Quell entspringend, fliessen beide gewissermassen in eins zusammen und streben demselben Ziel zu" (DV 9). Beide machen in der Kirche das Mysterium Christi gegenwärtig und fruchtbar, der versprochen hat, bei den Seinen zu bleiben ,,alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20).
 
,,Die Heilige Schrift ist Gottes Rede, insofern sie unter dem Anhauch des Heiligen Geistes schriftlich aufgezeichnet worden ist."
 

,,Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus, dem Herrn, und vom Heiligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der erleuchtenden Führung des Geistes der Wahrheit in ihrer Verkündigung treu bewahren, erklären und ausbreiten" (DV 9).

,,So ergibt sich, dass die Kirche", der die Weitergabe und Auslegung der Offenbarung anvertraut ist, ,,ihre Gewissheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sind beide mit dem gleichen Gefühl der Dankbarkeit und der gleichen Ehrfurcht anzunehmen und zu verehren" (DV 9).

Die Überlieferung [oder Tradition], von der wir hier sprechen, kommt von den Aposteln her und gibt das weiter, was diese der Lehre und dem Beispiel Jesu entnahmen und vom Heiligen Geist vernahmen. Die erste Christengeneration hatte ja noch kein schriftliches Neues Testament, und das Neue Testament selbst bezeugt den Vorgang der lebendigen Überlieferung.

Die theologischen, disziplinären, liturgischen oder religiösen Überlieferungen [oder Traditionen], die im Laufe der Zeit in den Ortskirchen entstanden, sind etwas anderes.
Sie stellen an die unterschiedlichen Orte und Zeiten angepasste besondere Ausdrucksformen der großen Überlieferung dar. Sie können in deren Licht unter der Leitung des Lehramtes der Kirche beibehalten, abgeändert oder auch aufgegeben werden. (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PR.HTM)
 
 

Christ und Christin sein heisst, von Jesus Christus glauben und leben lernen. Im Zentrum des Christentums steht kein heiliges Buch, keine Philosophie, auch kein Moralgesetz, sondern eine konkrete Person: Jesus von Nazaret.

Sein Wirken vor rund 2.000 Jahren in Palästina lässt sich kurz so skizzieren: Er wächst als Kind einer jüdischen Familie in Nazaret auf, lebt in der Glaubens-Tradition  Israels, tritt mit 30 Jahren an die Öffentlichkeit, heilt Kranke, macht sich zum Freund der Armen und Verachteten und verkündet: Gott ist "Abba" (aramäisch für "guter Vater"), der seine Schöpfung liebt. Auch wenn die Brutalität dieser Welt anderes vermuten lässt, wird sich letztendlich Gottes Liebe gegen alle Grausamkeit durchsetzen. Diese Hoffnung wider alle Hoffnung nennt Jesus "Reich Gottes".

Jesus lebt diese Botschaft mit allen Fasern seiner Existenz – und verblutet dafür wie ein Verbrecher am Kreuz, hingerichtet in Jerusalem von den Mächtigen seiner Zeit. Als er verhaftet wird, fliehen die meisten seiner männlichen Jünger, auch jene, die zum engeren Kreis der "Zwölf" gehören. "Tod am Kreuz" heißt für sie nicht nur Qual, sondern auch Fluch: Gott scheint nicht auf der Seite Jesu zu stehen. Die Feinde triumphieren.

Bald darauf passiert etwas, das völlig verrückt klingt: Einige Frauen und Männer aus der Jüngerschaft Jesu machen die Erfahrung: "Jesus lebt. Gott hat ihn auferweckt!"

Aber bald darauf passiert etwas, das völlig verrückt klingt: Einige Frauen und Männer aus der Jüngerschaft Jesu machen die Erfahrung: "Jesus lebt. Gott hat ihn auferweckt!" Sie verstehen zuerst selbst nicht, was ihnen da widerfahren ist. Nach anfänglicher Angst - wer sollte ihnen so etwas glauben? - teilen sie ihre Erfahrung dann doch auch anderen mit. Der Geist Gottes, der Heilige Geist, sagen sie, ermutige sie dazu, Apostel (= Gesandte) des Auferstandenen zu sein. Ein gewisser Simon, der auch Petrus (= Fels) genannt wird, ist ihr Anführer.

Gott ist einer von uns geworden

Immer deutlicher erkennt die rasch wachsende Jesus-Jüngerschaft, die man bald "Christen" nennt: Wenn Jesus auferstanden ist, dann hat Gott ihn nicht verflucht, dann war sein schmachvoller Tod nicht sinnlos. Dann hat Gott "das Schwache in der Welt erwählt, um das Starke zu Schanden zu machen" (1 Korinther 1,27). Dann gehören Gott und Jesus untrennbar zusammen und Gott hat in Jesus alle Dunkelheiten des Menschseins durchlebt, durchlitten und "durchliebt", sogar die Gottverlassenheit und den Tod.

Es gibt kein Dunkel mehr, das Gottes Liebe nicht durchdringen könnte. Durch Jesus kann jede Schuld vergeben und jeder "Karfreitag", den je ein Mensch erleiden muss, in Oster-Freude verwandelt werden. Gott vertrauen heisst jetzt, zuversichtlich auf das Schicksal Jesu schauen. Deshalb nennen Christen und Christinnen Jesus bis heute "Herr" und "Sohn Gottes". Er ist für sie der "Christus"(= Messias). Mit diesem Ausdruck wird im Judentum der Bringer des endgültigen Heiles bezeichnet. Bis heute glauben Christen und Christinnen: Was Jesus gebracht hat, ist - letztendlich! - stärker als alle Katastrophen dieser Welt.

Quelle: Karl Veitschegger /Diözese Graz-Seckau http://www.katholisch.at/site/glaubenfeiern

www.katholisch-werden.de

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