Bistum Basel

Artikel im Warenkorb hinzugefügt

Warenkorb anzeigen

Sakramente und Lebensetappen

Sakramente lassen Menschen die Nähe Gottes auf besondere Weise erfahren. Sie sind Zeichenhandlungen an Knotenpunkten des Lebens, die zusammen mit Worten die Verbundenheit Gottes mit den Menschen in besonderer Weise zum Ausdruck bringen.

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung.

Initiationssakramente

Taufe, Eucharistie und Firmung gelten in der röm.-kath. Kirche als die Sakramente der Eingliederung in die Glaubensgemeinschaft. Sie werden auch „Initiationssakramente“ genannt. Sie führen die (neu) Aufgenommenen in den christlichen Glauben ein und befähigen und verpflichten sie zu einem Leben aus dem Glauben.

Pause, Bekenntnis und Zeichen

Die Sakramente werden im christlichen und kirchlichen Leben als  „definierte Pausen der Erlösung“ bezeichnet. Glaubende halten in ihnen Ausschau nach dem erlösenden Gott, der sein Kommen schenkt. Er selbst hat diese Pausen „definiert“, um darin seine Ankunft zu ermöglichen. Den Glaubenden ist aufgetragen, diese Orte höchst aktiv in der Weise des Empfangens aufzusuchen: Empfangend, weil hier zuerst Gott der Handelnde ist, höchst aktiv, weil sein Wirken ganze Bereitschaft fordert und einlädt, das empfangene Leben weiterzutragen und wirken zu lassen.

Die Sakramente werden an zentralen Punkten des menschlichen Lebensweges gefeiert: Von der Geburt über das Erwachsenwerden bis hinein in Schuld, Krankheit und Tod erfahren Menschen in den Sakramenten die heilende und helfende Zuwendung Gottes. Sie bilden so eine Art Zeichensprache, in der sich Gott und Mensch verständigen – einen Dialog, in dem Gott kommt und zu uns spricht. Wir antworten und bekennen unseren Glauben.

Die Sakramente sind weit mehr als nur eine Symbolsprache. Sie bewirken allein durch den Vollzug aus sich heraus das, was sie bezeichnen: das Heil Gottes. Sie sind sichtbares, reales Zeichen der Gnade Gottes. So haben die Sakramente immer eine sichtbare und eine unsichtbare Seite: Einerseits kann man sie sehen, anfassen und riechen wie beispielsweise das Wasser, mit dem das Kind in der Taufe übergossen wird, oder das Brot und den Wein bei der Feier der Eucharistie. Zugleich ist in ihnen etwas Unsichtbares verborgen: Gott mit seiner bedingungslosen Liebe zu den Menschen. Durch die Sakramente verbündet er sich mit den Menschen – zu ihrem Heil.