Bistum Basel

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Kirchliche Hochzeit

"Wer einen Menschen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird." (Michel Quoist)

Sie haben sich entschieden, Ihren Lebensweg gemeinsam mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin weiterzugehen. Zu dieser Entscheidung gratulieren wir Ihnen sehr herzlich.

Vorbereitung

Die katholische Kirche verbindet die Liebe von Mann und Frau zueinander und ihr Versprechen füreinander eng mit der Liebe Jesu Christi zu seiner Kirche. Darum feiert sie den Ehebund als Sakrament der kirchlichen Trauung.

Damit Ihre kirchliche Trauung ein schönes und beglückendes Fest werden kann, empfehlen wir Ihnen, sich genügend Zeit für die Vorbereitung zu nehmen. Im Einzelnen sind folgende Schritte hilfreich:

  • Nehmen Sie spätestens sechs Monate vor dem gewünschten Trautermin Kontakt auf mit der Pfarrei Ihres Wohnortes oder einem Priester bzw. Diakon, mit dem Sie Ihre Trauung feiern möchten.
  • Gemeinsam legen Sie den Termin und den Ort für die kirchliche Trauung fest. Es empfiehlt sich sehr, diese Absprache vor dem Festlegen der übrigen Daten vorzunehmen.
  • Mit dem Seelsorger, mit dem Sie Ihre Trauung feiern, vereinbaren Sie die übrigen Vorbereitungsgespräche.

Wir wünschen Ihnen eine begeisternde Zeit der Vorbereitung auf Ihre Trauung und wünschen Ihnen für Ihren gemeinsamen Weg alles Gute und Gottes Segen.

Kirchliche Hochzeit: Fragen und Anworten (FAQ)

Ehevorbereitungskurse

Zur Vorbereitung auf Hochzeit und Ehe gibt es diverse Ehevorbereitungskurse. Es empfiehlt sich sehr, an einer solchen Vorbereitung teilzunehmen.

Kanton Aargau, 2017:
"Wo Liebe sich freut, da ist ein Fest!"

Kanton Basel-Land:
Ehevorbereitungskurse 2017

Kanton Bern, 2017:
"Der Liebe eine Chance geben – Paarkurse"

Kantone Luzern und Zug, 2016/17:
Partnerschafts- und Ehevorbereitungskurse

Das katholische Eheverständnis

Die Ehe ist eines der sieben Sakramente. In der gegenseitigen Liebe des Ehepaares wird die Liebe Gottes zu den Menschen sichtbar. Der menschliche Bund der Ehe wird so verstanden als Abbild des ewigen Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Im Sakrament schenkt Gott den Ehepaaren seinen Schutz und Segen und sagt ihnen seinen Beistand für das gemeinsame Leben zu.

Zur katholischen Ehe gehören vier wesentliche Elemente:

  • Einheit: Die Ehe ist der Bund eines Mannes und einer Frau.
  • Unauflöslichkeit: Da Gottes Liebe und sein Bund mit den Menschen nicht zeitlich begrenzt sind, ist auch die Ehe unauflöslich bis zum Tod einer Partei.
  • Partnerschaft: Gleichberechtigtes Miteinander und gegenseitige Unterstützung durch alle Höhen und Tiefen des Lebens.
  • Elternschaft: Offenheit für Kinder und Übernahme von Verantwortung für die Erziehung der Kinder im christlichen Glauben.

Die gemischtkonfessionelle Eheschliessung

Die katholische und evangelische Kirche kennen keine ökumenische Trauung. Man spricht heute nicht mehr von konfessionsverschiedener, sondern eher von konfessionsverbindender Ehe.

Wichtig:

  • Nimmt ein katholischer Priester oder Diakon das Jawort entgegen, ist es eine katholische Trauung, auch wenn ein/-e nichtkatholische/-r Seelsorger/-in bei der Feier mitwirkt.
  • Nimmt ein/-e nichtkatholische/-r Seelsorger/-in das Jawort entgegen, und möchte das Paar dennoch auch nach katholischem Verständnis verheiratet sein, nimmt das Paar vorher Kontakt mit dem katholischen Pfarramt seines Wohnorts auf.

Die kultusverschiedene Eheschliessung

Eine Ehe zwischen Katholiken und Angehörigen einer nichtchristlichen Religionsgemeinschaft kann ein Ort des Dialogs und der gegenseitigen Achtung und Wertschätzung sein. Es ist aber auch mit Schwierigkeiten zu rechnen, deren sich beide bewusst sein sollten. Vor der Ehe sollte daher

  • eine genaue Information über Glauben und religiöse Vorstellungen der Partner erfolgen.
  • die gemeinsame Lebensgestaltung im spirituell-religiösen Bereich reflektiert werden.
  • die Reaktionen der Verwandtschaft und Grossfamilie bedacht werden.
  • eine Verständigung über die Frage der Kindererziehung erreicht werden.

Die katholische Sicht:

  • Grundsätzlich besteht hier das Ehehindernis der Kultusverschiedenheit, von dem aber dispensiert werden kann. Voraussetzung für diese Dispens ist, dass die nichtchristliche, beziehungsweise nichtgetaufte Partei die Grundsätze der katholischen Ehe anerkennt, insbesondere die Freiwilligkeit, Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe, und die katholische Partei ihren Glauben frei ausüben lässt.
  • Die katholische Partei muss sich um die katholische Taufe und Erziehung der Kinder bemühen. Sie ist aber nicht verpflichtet, deswegen die Ehe selbst aufs Spiel zu setzen.
  • Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit dem katholischen Pfarramt Ihres Wohnorts auf.