Bistum Basel

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Devotionalien

Devotionalien sind Andachtsgegenstände der religiösen Kleinkunst, die bei der Andacht und Verehrung Gottes helfen sollen. Katholik/-innen erbitten für ihre Devotionalien oft den kirchlichen Segen.

Devotionalien (von lat. «devotio» für Andacht, Frömmigkeit, Hingabe, Ehrfurcht und «vovere» für feierlich versprechen, weihen, aufopfern, sich etwas wünschen) werden an Wallfahrtsorten und in Klosterläden zum Verkauf angeboten (z. B. Marienstatuen, Ikonen oder Kerzen). Sie sind das religiöse Gegenstück zum Souvenir: Aus der Ferne sollen sie Gläubige mit dem Gnadenbild des besuchten Wallfahrtsorts verbinden, oder es soll einem Heiligen ans Herz gelegt werden, in einem Anliegen Fürsprecher bei Gott zu sein. An grösseren Wallfahrtsorten ist der Devotionalienhandel zu einer richtigen Industrie herangewachsen.

Ursprung und Bedeutung

Bereits in der Antike kannte man Gegenstände, die der Verehrung der Götter dienten. Auch die Heiligen Schriften sprechen davon (Genesis 31,34; 1 Samuel 19,13-16; 2 Könige 23,24; Apostelgeschichte 19, 23-27). Häufig wurden Hausgötter aus Terrakotta als Talisman auf Reisen mitgenommen. Später wurde dieser Brauch christianisiert. An die Stelle von kleinen Götterfiguren traten Heiligenbildchen, Kreuze, Rosenkränze, Gebetskärtchen, Weihwasserflaschen, Medaillen, Engeldarstellungen usw. Devotionalien haben im Christentum eine lange Tradition. Das Konzil von Trient (1545-63) beschloss eine Reihe von Bildvorschriften, die neue Verbreitungsmöglichkeiten ermöglichten. Dies führte zu einem regelrechten Boom von Devotionalien.

Zeichen des Glaubens

Als Andachtsgegenstände verweisen Devotionalien auf die jenseitige Welt. Im Volksglauben werden ihnen heilende und schützende Kräfte nachgesagt. Die Liturgie betont dagegen den Verweischarakter als Merk- und Mahnzeichen des Glaubens. Denen, die sie gebrauchen, soll das Vertrauen auf Gott, in die Kirche und besonders in die Fürbitte der Heiligen gestärkt werden. Im Kirchenrecht werden Devotionalien bezeichnet als „heilige Zeichen, durch die in gewisser Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden“ (Can. 1166).

Devotionalien sind keine „magischen“ Gegenstände, die automatisch wirken, sondern sie sollen Gläubigen in ihrer Beziehung zu Gott helfen. Gesegnete Devotionalien sollen ehrfürchtig behandelt und vor einer Entweihung geschützt werden, andernfalls verlieren sie ihren Charakter als geweihte Gegenstände.