Bistum Basel

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Konzept Prävention und Intervention

1. Einleitung

Worum geht es?
Mit diesem Konzept schafft der Bischof von Basel in Zusammenarbeit mit den staats­kirchenrechtlichen Körperschaften eine wirksame Grundlage zur Bekämpfung sexuel­ler Übergriffe.
  • Er setzt die Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz für das Bistum Basel um.
  • Er ordnet Massnahmen zur Prävention an oder empfiehlt solche.
  • Er beauftragt Personen, die bei mutmasslichen Übergriffen intervenieren können und für das weitere Vorgehen zuständig sind.

Wer steht hinter diesem Konzept?
Innerhalb der dualen Struktur der römisch-katholischen Kirche im Bistum Basel sind sowohl der Bischof als Auftraggeber als auch die staatskirchenrechtlichen Instanzen als Anstellungsbehörden für das Personalwesen zuständig. Sie sind gemeinsam verantwortlich, dass die Massnahmen zur Prävention und Intervention umgesetzt werden.
Das vorliegende Konzept basiert auf der Grundlage «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld. Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz und der Vereinigung der Höhern Ordensoberen der Schweiz» (4. Auflage, Freiburg, März 2019).
Der Bischof von Basel hat dem Diözesanen Fachgremium gegen sexuelle Übergriffe[1] den Auftrag erteilt, dieses Dokument auszuarbeiten. Die Exekutiven der staats­kirchenrechtlichen Körperschaften der Bistumskantone haben in einer Vernehm­lassung ihre Anliegen und Änderungsvorschläge eingebracht und das durch den Bischof überarbeitete Konzept zustimmend zur Kenntnis genommen.

An wen richtet sich dieses Konzept?
Adressaten dieses Konzeptes sind grundsätzlich alle Personen im kirchlichen Dienst, die durch staatskirchenrechtliche Körperschaften oder andere Instanzen angestellt sind, sowie auch Freiwillige.[2]
Darunter fallen

  • alle, die durch den Bischof ernannt oder mit einer Missio canonica für den pasto­ralen Dienst beauftragt sind. Gegenüber diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbei­tern hat der Bischof als Auftraggeber inhaltliche Weisungsbefugnis.
  • alle weiteren kirchlichen Berufsgruppen, die ihren pastoralen Auftrag durch
    die unmittelbar vorgesetzte pastorale Instanz erhalten (z.B. Katechetinnen mit ForModula-Ausbildung, Jugendarbeiter, Pfarreisekretärinnen, Sozialarbeiter, Kirchenmusikerinnen, Sakristane, Hauswartinnen). Der Bischof gibt für diese Berufsgruppen Empfehlungen gegenüber den Anstellungsbehörden und den unmittelbar vorgesetzten pastoralen Führungspersonen ab.
  • Eingeschlossen in dieses Konzept sind auch Freiwillige, die zum Teil in sehr sen­siblen Bereichen tätig sind (z.B. Haus- und Spitalbesuche, Begleitung von Kinder- und Jugendgruppen, Betreuung von Kleinkindern). Auch bei diesen Personen­gruppen ist ein korrektes Verhalten im Bereich von Nähe und Distanz sicher­zustellen, da sie zu den von ihnen betreuten Personen in einer asymmetrischen Beziehung stehen.
  • Ausgenommen von diesen Vorgaben sind Verwaltungsangestellte, für die aus­schliesslich die staatskirchenrechtlichen Instanzen als Anstellungsbehörde zu­ständig sind. Ebenfalls ausgenommen sind alle freiwilligen Leiterinnen und Leiter von kirchlichen Jugendvereinen/-verbänden (z.B. Jubla Schweiz, Pfadibewegung Schweiz), die eigene Konzepte für den Umgang mit Nähe und Distanz haben.

Das Konzept richtet sich insbesondere an alle, die als Vorgesetzte Verantwortung für die Personalführung haben und für die Anstellung, Begleitung und Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuständig sind.

Wo liegen die Grenzen des Konzepts?
Im Wissen darum, dass in der Kirche viele unterschiedliche Formen von Machtmiss­brauch vorkommen (z.B. spiritueller Machtmissbrauch, Machtmissbrauch im Bereich Gender, Mobbing), beschränken sich diese Ausführungen auf sexuelle Übergriffe.


[1] Siehe Anhang 1: Diözesanes Fachgremium gegen sexuelle Übergriffe im Bistum Basel.

[2] Da es sich um ein Grundlagenpapier handelt, sind die unmittelbar vorgesetzten kirchlichen Instan­zen mit Unterstützung der Anstellungsbehörden aufgefordert, im Rahmen der Präventionsmass­nahmen den Inhalt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den freiwillig Tätigen situations­gerecht zu vermitteln.

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