Bistum Basel
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Ansprechperson

Ansprechperson für sexuelle Ausbeutung

1. Aufgabe und Rolle

Die primäre Aufgabe der Ansprechperson ist die Triage zwischen Betroffenen / Informant/-innen

  • zu Einrichtungen der Opferhilfe (Zugang zu therapeutischer und juristischer Hilfe)
  • zur Abteilung Personal des Bistums

Solange die Betroffenen / Informant/-innen nicht zu einer Einbeziehung der Abteilung Personal bereit sind, nehmen die Ansprechpersonen im Auftrag des Bistums deren Begleitung wahr mit dem Ziel, sie im Blick auf eine Klärung des Vorgehens zu stützen.

Im Einverständnis mit den Betroffenen / Informant/-innen kann die Verantwortung für den Kontakt ganz an die Abteilung Personal abgegeben werden. Wenn das Opfer es wünscht, kann die Ansprechperson die Aufgabe der Begleitung behalten. Grundsätzlich gilt, dass die Ansprechperson nicht mit Täter und Opfer gleichzeitig in Kontakt steht.

Grundsätzlich gilt die Schweigepflicht. Informationen werden nur im Einverständnis mit den Betroffenen oder Informant/-innen weitergegeben. Mit ihrem Einverständnis (Entbindung von der Schweigepflicht) werden Kontakte zu den oben genannten Stellen geknüpft und die Personen auf Wunsch und solange es sinnvoll ist begleitet.

Die Ansprechpersonen werden beratend einbezogen in die Entwicklung eines Konzeptes zum Umgang mit dem Problem sexueller Ausbeutung in der Seelsorge auf Bistumsebene. Die konkreten Erfahrungen der einzelnen und der Erfahrungsaustausch in der Gruppe fliessen in konzeptionelle Überlegungen ein.

2. Rechte und Pflichten

  • Die Ansprechpersonen erhalten vom Bistum eine Entschädigung auf Honorarbasis. Je nach Arbeitssituation wird eine Vereinbarung mit der Ansprechperson direkt unter Einbezug ihrer Anstellungsbehörde getroffen. Spesen werden nach Aufwand entschädigt.
  • Die Ansprechpersonen haben bei Bedarf ein Anrecht auf stützende Massnahmen.
  • Die Ansprechpersonen treffen sich zwei- bis drei Mal pro Jahr zum Erfahrungsaustausch im Fachgremium. Dabei erstatten sie auch Bericht über ihre Arbeit. In speziellen Situationen kann auch ein schriftlicher Bericht nötig sein.

Fotos

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat / Evêché
Baselstrasse 58
4501 Solothurn
Tel. (Zentrale) : 032 625 58 25
Fax : 032 625 58 45