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Synodale Strukturen im Bistum Basel – eine wegleitende Versammlung

Foto: Bistum Basel

Am 7. März 2025 trafen sich auf Einladung der Begleitgruppe Synodaler Prozess rund 40 pastoral und staatskirchenrechtlich Verantwortliche aus dem Bischofsrat und den staatskirchenrechtlichen kantonalen Körperschaften im Bistum Basel zur Synodalen Versammlung in Bern. Ziel war es, Lösungen zu finden, wo Handlungsbedarf besteht, damit die strukturellen, personellen, gesellschaftlichen Veränderungen im dualen System der Kirche aufgefangen und konstruktiv beantwortet werden können.

Die gemeinsame Lagebeurteilung zur Situation der Kirche im Bistum Basel im heutigen Umfeld ergab fünf zentrale Herausforderungen: Die Bereitschaft, Veränderungen als Chance zu erkennen, den Mut, neue Wege zu gehen, die Vielfalt unter den Gläubigen als bereichernde Diversität zu verstehen, konstruktive Lösungen für kontroverse Fragen zu finden und Finanzmittel gezielt auf gemeinsame Ziele auszurichten.

Aus der Analyse wurden sieben Handlungsfelder identifiziert, in denen vor allem Innovation gefragt ist: Finanzielle Ausrichtung und Schwerpunktsetzung, strategische Zielsetzung, kongruente Strukturen, ein Kodex für verbindliche Zusammenarbeit, Nutzung der Vielfalt als Chance, gezielte Kommunikation und Ausrichtung der Bildung.

Die Begleitgruppe Synodaler Prozess hat die Synodale Versammlung in Bern als gelebte Synodalität gewürdigt. Besonders die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten wurde positiv hervorgehoben.

Ein dringender Wunsch der Teilnehmenden war es, nach der Lagebeurteilung koordinierte Schritte einzuleiten. Dazu, so die Begleitgruppe, sind vermehrte und regelmässige Arbeitsbegegnungen der wichtigen Entscheidungsträger notwendig. Für die Synodale Versammlung vom 5. bis 7. März 2026 wurde deshalb festgelegt, dass wiederum Vertretungen von Bischofsrat und staatskirchenrechtlichen Körperschaften der zehn Bistumskantone eingeladen werden. Sie werden bestimmen, welche Organe und Kompetenzen gestärkt oder ergänzt werden müssen, um in den definierten Handlungsfeldern für die Zukunft tragfähige, zeitgerechte und verbindliche Lösungen zu entwickeln. Damit soll die Vielfalt der Traditionen und Ausrichtungen in der Kirche jenen Gestaltungsraum bekommen, dass sie auch künftig für die Menschen von Bedeutung bleibt.