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Was mich bewegt – Ein anderer Rhythmus
Mit leichtem Schritt voran
Im Sommer verändert sich unser Rhythmus. Dann werden Gedanken oft weiter. Es ist eine gute Zeit, sich zu fragen: Wo gehe ich hin? Was trägt mich?
Manchmal merkt man erst unterwegs, was einen eigentlich bewegt und was trägt.
Mir kommen in solchen Zeiten Menschen in den Sinn, die ihren eigenen Weg gegangen sind. Birgitta von Schweden zum Beispiel: unbequem, klar, hörend. Eine, die sich nicht zufriedengegeben hat mit dem, was ist und zugleich tief im Vertrauen verwurzelt ist, dass Gott auch durch Unruhe spricht. Oder Klara von Assisi: leise und entschieden. Madeleine Delbrêl: mitten im Alltag, zwischen Küche, Strasse und Gebet. Alles keine Heldinnen im grellen Licht. Eher Menschen mit einem starken inneren Kompass.
Mich beschäftigt, dass viele dieser Spuren kaum sichtbar begonnen haben. Keine grossen Programme, keine fertigen Antworten. Dafür Dranbleiben. Sie zeichnen sich durch ein Gespür dafür aus, dass der Glaube nicht nur ist, sondern «wird», sich unterwegs klärt.
Klara findet dafür in ihrem zweiten Brief an Agnes von Prag starke und ermutigende Worte: Was du begonnen hast, halte fest, schreite aber weiter – sicher, freudig und achtsam. Vielleicht ist das die Richtung: Nicht alles gleich wissen müssen, aber mit offenen Augen weitergehen. Und mit dem Vertrauen, dass Gott sich auch auf ungeplanten Wegen bemerkbar macht.
+ Felix Gmür
Klara von Assisi: 2. Brief an Agnes von Prag https://www.franziskanisch.net/wp-content/uploads/2024/04/Zweiter_Brief_an_Agnes_von_Prag.pdf