News

Was mich bewegt – sperrige Vielfalt

Urs Corradini, Personalverantwortlicher
Urs Corradini, Personalverantwortlicher

Seit wenigen Monaten bin ich als Personalverantwortlicher für die ausländischen Priester im Bistum Basel tätig. Bei der Einarbeitung in diese neue Aufgabe hat für mich der Begriff „sperrige Vielfalt“ aus „PEP to go“, dem Arbeitsinstrument des Kulturwandels im Bistum Basel, schärfere Konturen erhalten. Die Kirche hat ein weites Dach; Menschen aus vielen Kulturen, mit unterschiedlichen Sensibilitäten und je eigener Glaubenspraxis haben darunter Platz. Diese Vielfalt ist eine Bereicherung. Sie ist aber auch eine Herausforderung und kann manchmal „sperrig“ sein. In der italienischen Version des Dokumentes heisst dieses Adjektiv „ingombrante“, rückübersetzt „schwerfällig“. Vielfalt kann auch eine beschwerliche und mühsame Wirklichkeit sein. Im „PEP to go“ wird dazu eingeladen, die Vielfalt wertzuschätzen. Sie „braucht Räume für den Dialog und gelebte Synodalität“, wie es weiter heisst. Es ist bereichernd, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen in den Ortspfarreien präsent sind. Zugezogene Gläubige aus anderen Ländern sind dankbar, wenn sie zusätzlich die Möglichkeit haben, sich in ihren Sprachgruppen zu treffen und in ihrer Muttersprache den Glauben zu feiern und zu vertiefen.

Urs Corradini, Personalverantwortlicher des Bistums Basel