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Zukunftsprozess röm.-kath. Kirche Solothurn

Gruppenbild Referenten
Bild:zVg. v.l.n.r.: Pastoralverantwortlicher Detlef Hecking, Synodalratspräsident Urs Umbricht, Pastoralverantwortliche Monika Poltera-von Arb, Edith Rey Kühntopf, Regionalverantwortliche Bischofsvikariat St. Verena, Bischofsvikar Georges Schwickerath, Bischof Felix Gmür, Corinne Studer, Fusionskoordinatorin und Leiterin Bürgerrecht beim kantonalen Amt für Gemeinden (AGEM), Thomas Steiner, Leiter Gemeindefinanzen und stv. Chef AGEM.

Rund 90 Verantwortliche aus Kirchgemeinden und Pastoralräumen diskutierten am 25. April 2026 in Olten nächste Schritte im Zukunftsprozess der röm.-kath. Kirche im Kanton Solothurn. Dieser Entwicklungsprozess nimmt sowohl pastorale wie strukturelle Fragen in den Blick. Von Seiten Bistum waren Bischof Felix Gmür, die Pastoralverantwortlichen Monika Poltera-von Arb und Detlef Hecking, sowie die Regionalverantwortliche Edith Rey-Kühntopf und Bischofsvikar Georges Schwickerath unter den Referenten.

Die römisch-katholische Kirche im Kanton Solothurn steht vor einem grundlegenden Strukturwandel . Unter dem Leitmotiv «Es geht nicht weiter wie bisher» läuft seit zwei Jahren ein Zukunftsprozess, der die Frage ins Zentrum rückt, wie Kirche künftig handlungsfähig bleibt, um den Menschen zu dienen und eine Wirkung in der Gesellschaft zu haben. Eine Vereinfachung der Organisation ist angezeigt. Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchgemeinden, Pastoralräumen, der Synode und dem Bistum entwickeln gemeinsam die künftige Ausrichtung. Der Kanton Solothurn begleitet den Prozess in beratender Funktion.

Insbesondere die Vision «4 Kirchgemeinden – 4 Pastoralräume/Pfarreien» als Teil dieses Prozesses wird auch von Bischof Felix Gmür unterstützt. Angesichts des zunehmenden Veränderungsdrucks gelte es, Chancen, Nutzen und auch Ängste offen zu benennen und zu diskutieren. Wegschauen sei keine Option mehr. Der Handlungsspielraum sei noch vorhanden, werde jedoch rasch kleiner. «Ziel ist es, die Zukunft der Kirche aktiv mitzugestalten, statt von Entwicklungen überrollt zu werden», so Gmür. Kirche müsse nah bei den Menschen bleiben und sich konsequent an heutigen Lebensrealitäten orientieren – insbesondere an der mobilen und vernetzten Lebensweise der Jugendlichen, für die die Bindung an eine einzelne Gemeinde zunehmend an Bedeutung verliert. Daraus folge die Notwendigkeit eines grossräumigeren Umdenkens in der kirchlichen Organisation.